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Ein genialer Saisonabschluss

41 Minuten vor dem Zweiten: Ruhpoldinger Bergläufer Hannes Namberger siegt auf Madeira

Die letzten Meter eines unglaublichen Rennens: Der Ruhpoldinger Hannes Namberger bejubelte seinen Sieg auf Madeira. Madeira Ultra Trail
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Die letzten Meter eines unglaublichen Rennens: Der Ruhpoldinger Hannes Namberger bejubelte seinen Sieg auf Madeira. Madeira Ultra Trail

Bis Kilometer 62 war der Ruhpoldinger Bergläufer Hannes Namberger beim Madeira Island Ultra Trail nur noch mit einem Kontrahenten unterwegs. Im Ziel hatte er dann 41 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Madeira/Ruhpolding – Was für eine grandiose Leistung: Einen schöneren Saisonabschluss hätte sich Hannes Namberger nicht wünschen können! Der Ruhpoldinger Extrem-Bergläufer (Dynafit) krönte seine starke Saison mit dem Sieg beim Madeira Island Ultra Trail (MIUT).

Namberger-Sieg auf der Königsdisziplin

Er gewann auf der portugiesischen Insel über die anspruchsvolle Königsdistanz über 115 Kilometer und 7500 Höhenmeter mit deutlichem Vorsprung vor der Konkurrenz. „Es war der perfekte Abschluss einer langen Saison“, kommentierte Namberger kurz nach seiner Rückkehr nach Deutschland den jüngsten Coup ganz bescheiden.

Dabei hätte er allen Grund gehabt, richtig auf die Pauke zu hauen. Er kam nach exakt 14:00,36 Stunden im Ziel an und hatte sage und schreibe 41:13 Minuten (!) Vorsprung auf den Zweitplatzierten Dimitry Mityaev (Adidas Terrex). Dritter wurde der Schweizer Jean Phillipp Tschumi (Hoka One One) in 14:49:28 Stunden.

Ein falscher Tritt und schon kann es vorbei sein

Hannes Namberger war von Beginn an in der Spitzengruppe dabei. Diese war anfangs auch noch sehr groß, reduzierte sich aber sehr schnell auf wenige Läufer. Bis Kilometer 62 war Namberger nur noch mit einem weiteren Kontrahenten unterwegs. „Dann konnte ich mich aber auch von ihm immer weiter absetzen“, erzählte der Ruhpoldinger, der seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen konnte.

Wunderbare Trails, tolle Aussichten: Hannes Namberger konnte trotz der Strapazen auch ein wenig die wunderbare Landschaft auf der portugiesischen Insel genießen.

Doch trotz seiner deutlichen Führung freute sich Hannes Namberger nicht zu früh. „Man muss immer extrem konzentriert sein“, betonte er. „Ein falscher Tritt und schon kann es vorbei sein.“ Und deshalb „kann man sich auch wirklich erst kurz vorm Ziel ganz sicher sein, dass man gewinnen wird“.

Einiger bange Minuten im Rennen

Und in der Tat musste Namberger auch einige bange Minuten im Rennen überstehen. Der offizielle GPS-Track auf seiner Uhr, den die Athleten zu ihrer Sicherheit vor dem Rennen auf ihre Uhren laden müssen, wich plötzlich von der offiziellen Ausschilderung ab. „Da schießt schon das Adrenalin kurz mal hoch“, gestand Namberger. Er blieb aber ruhig und orientierte sich kurz.

Trotz der ganzen Strapazen während des Rennens konnte Hannes Namberger den Lauf auch etwas genießen. Los ging es ja um Mitternacht in Porto Moniz. Der Sonnenaufgang sei auch wunderbar gewesen, betonte er noch. „Man bekommt das auch alles mit“, erzählte er. Madeira sei auch wunderbar zum Laufen. Und so ging es für die Läufer einmal quer über die Insel bis zum Ziel am Hafen von Machico.

„Jetzt ist erst einmal eine lange Pause angesagt“

Und jetzt? „Jetzt ist erst einmal eine lange Pause angesagt“, sagte Namberger, der in diesem Jahr ja auch den Lavaredo Ultra Trail in Italien gewonnen hatte. Rund sechs Wochen lang werde er sportlich nur das machen, auf was er Lust habe. Dann beginnt aber schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison.

bst

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