20 Jahre Starbulls Rosenheim

Alles dabei: Meister, Nationalspieler, olympische Silbermedaillen-Gewinner, Stanley-Cup-Sieger

Der größte Erfolg, den ein einheimischer Eishockeyspieler feierte: Philipp Grubauer präsentiert im Rosenheimer Eisstadion den Stanley-Cup.
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Der größte Erfolg, den ein einheimischer Eishockeyspieler feierte: Philipp Grubauer präsentiert im Rosenheimer Eisstadion den Stanley-Cup.
  • Thomas Neumeier
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Stanley Cup-Sieger, Olympia-Silber, Deutsche Meistertitel ‒ die Erfolgsliste der Spieler, die im Nachwuchsbereich schon das grün-weiße Rosenheimer Trikot getragen haben, ist beachtlich. Das hat sich auch in den 20 Jahren seit der Gründung der Starbulls nicht geändert.

Rosenheim – Schon immer hat die Nachwuchsarbeit im Rosenheimer Eishockey eine besondere Zuwendung genossen. Nicht umsonst gehörten den Rosenheimer Meistermannschaften in den 80er-Jahren immer wieder Spieler aus dem eigenen Nachwuchs an. Das hat sich auch in den 20 Jahren seit der Gründung der Starbulls Rosenheim nicht geändert. Die Erfolgsliste der Spieler, die im Nachwuchsbereich schon den grün-weißen Dress getragen haben, ist beachtlich: Aus diesen 20 Jahren haben sich 28 Erstliga-Akteure, zwölf Nationalspieler, fünf nationale Titelträger, zwei NHL-Drafts, zwei olympische Silbermedaillengewinner und ein Stanley-Cup-Sieger entwickelt. Chapeau!

Patrick Hager gewann bei den Olympischen Spielen die Silber-Medaille und mehrmals die Deutsche Meisterschaft.

Die Titelträger: Ganz oben in dieser Liste steht natürlich Goalie Philipp Grubauer, der mit den Washington Capitals den Stanley-Cup in der nordamerikanischen Profiliga NHL, der besten Liga der Welt, gewonnen hat. Der Nationalspieler kommt mittlerweile auf 197 NHL-Spiele, drei WM-Teilnahmen und hat 2010 mit dem Memorial-Cup auch die begehrteste Eishockey-Nachwuchstrophäe der Welt gewonnen – zuvor sicherte er als 16-Jähriger den Oberliga-Klassenerhalt für die Starbulls.

Zwei Rosenheimer Eigengewächse im Nationalteam beim Spiel Deutschland gegen Schweden in Rosenheim: Sinan Akdag (hinten) und Patrick Hager.

Nicht minder bemerkenswert: Olympia-Silber für Sinan Akdag und Patrick Hager. Beide standen im Aufgebot, als die Nationalmannschaft in Südkorea sensationell zum Höhenflug ansetzte und erst im Finale von Russland gestoppt wurde, und holten sich auch schon je zwei deutsche Meistertitel, Akdag kommt für Krefeld und Mannheim auf 721 Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), Hager auf 722 Partien für Krefeld, Ingolstadt, Köln und München sowie acht WM-Teilnahmen.

Gleich sieben deutsche Meistertitel hat Florian Busch auf seinem Konto. Er spielte für die Starbulls als DNL-Spieler in der Landesliga und wechselte dann zu den Eisbären Berlin, für die er bislang 793 DEL-Spiele bestritt. In dieser Zeit sammelte auch Tobias Draxinger drei deutsche Meistertitel. Er spielte in der Bayernliga für Rosenheim, danach für die Eisbären, Ingolstadt, Straubing und Augsburg in der DEL, wo er insgesamt 481 Spiele absolvierte.

Sieben deutsche Meistertitel konnte Florian Busch mit den Eisbären Berlin feiern.

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Ein Titelhamster ist auch Anton Bernard, der in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) und in der Oberliga für die Starbulls ran durfte. Der Südtiroler wurde mit Bozen bislang zweimal italienischer Meister und holte zwei Titel in der internationalen Liga EBEL und war schon Kapitän der italienischen Nationalmannschaft.

Kapitän der Eis-Azzurri: Anton Bernard im WM-Spiel mit Italien gegen Kasachstan.

Die Nationalspieler: Natürlich reihen sich Grubauer, Akdag, Hager, Busch, Draxinger und Bernard auch in die Rangliste der Nationalspieler ein. Hinzu kommen der Südtiroler Tobias Kofler, der für Sterzing spielt und in Italiens A-Team zum Einsatz kam; Marius Möchel, der in Rosenheim in der DEL2 auf sich aufmerksam machte und dann 432 DEL-Spiele für München, Hamburg, Nürnberg und Wolfsburg bestritt; Martin Hinterstocker, der in Rosenheim in der Oberliga seine ersten Herren-Einsätze hatte und dann 426 DEL-Partien für Düsseldorf, München, Augsburg und Straubing machte; der Österreicher Kevin Kraxner, der nach zwei DNL-Jahren und einer Oberliga-Saison nach Graz zurückging und auf 296 Spiele in der internationalen EBEL kam; Martin Walter, der im Gründungsjahr in der DNL sowie für eine Partie in der Bezirksliga eingesetzt wurde und dann für Hamburg, Wolfsburg und Nürnberg 434 DEL-Spiele sowie für Litvinov 56 Erstliga-Begegnungen in Tschechien absolvierte; und Goalie Hannibal Weitzmann, der in Rosenheim in der DNL zwischen den Pfosten stand und aktuell das Tor der Kölner Haie hütet.

Knapp 200 DEL-Partien: Maximilian Renner im Jahr 2007.

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Die Erstliga-Spieler: Die zuvor genannten zwölf Spieler haben aber noch weitere ehemalige Rosenheimer Nachwuchs-Akteure an ihrer Seite, die es in eine erste Liga geschafft haben. Dies sind die Torhüter Danijel Kovacic (28 DEL-Spiele für Krefeld), Lukas Steinhauer (15 DEL-Spiele für Hannover, München und Schwenningen) sowie Timo Herden (4 DEL-Spiele für Düsseldorf), die Verteidiger Patrik Vogl (108 DEL-Spiele für Straubing, Ingolstadt, Augsburg und München, 54 EBEL-Spiele für Innsbruck), Max Meirandres (51 DEL-Spiele für München und Wolfsburg) und Max Renner (188 DEL-Spiele für Straubing) sowie die Angreifer Herbert Geisberger (53 DEL-Spiele für Wolfsburg), Mario Jann (17 DEL-Spiele für München), Dominik Kraxner (90 EBEL-Spiele für Graz), Philipp Quinlan (21 DEL-Spiele für München), Dominik Daxlberger (65 DEL-Spiele für Düsseldorf), Benjamin Zientek (13 DEL-Spiele für Hamburg), Lukas Laub (101 DEL-Spiele für Düsseldorf), Thomas Reichel (10 DEL-Spiele für Eisbären Berlin) und Yannick Wenzel (5 DEL-Spiele für Nürnberg).

Später Nationalspieler: Martin Hinterstocker im Rosenheimer DNL-Trikot.

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Die NHL-Drafts: Neben Philipp Grubauer ist mit Lukas Reichel kürzlich ein weiterer Spieler aus dem Starbulls-Nachwuchs für die NHL gedraftet worden. Reichel, der bislang 42 DEL-Spiele für die Eisbären Berlin bestritt, ist sogar ein Erstrunden-Pick (Position 17) und das nächste große Rosenheimer Nachwuchsversprechen!

Kampf ums Finale: Tobias Draxinger im Eisbären-Dress im DEL-Halbfinale 2008 gegen Düsseldorf.

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