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20 Jahre Starbulls: Den Puck unter dem Helm und ein Abschiedsbrief von Stephen Werner

„Das ist so schnell gegangen. Ich habe das gar nicht gemerkt“, sagte Tyler McNeely, nachdem ihm am 30. September 2016 ein vom Freiburger Torhüter abgefälschter Puck unter das Plexiglas-Visier sprang und von da wieder auf das Eis fiel.  Hans-Jürgen Ziegler (8)
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„Das ist so schnell gegangen. Ich habe das gar nicht gemerkt“, sagte Tyler McNeely, nachdem ihm am 30. September 2016 ein vom Freiburger Torhüter abgefälschter Puck unter das Plexiglas-Visier sprang und von da wieder auf das Eis fiel. Hans-Jürgen Ziegler (8)
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20 Jahre Starbulls heißt die Serie der OVB-Heimatzeitungen. In 20 Jahren gab es viele außergewöhnliche Szenen, die auf Fotos festgehalten wurden, aber es gab auch viele außergewöhnliche Begebenheiten. Eine davon steht stellvertretend für viele andere Geschichten, über die schon berichtet wurde.

Rosenheim – In den letzten 20 Jahren bei den Starbulls Rosenheim gab es Kontingentspieler, die einen bleibenden Eindruck, ob positiv oder negativ, hinterlassen haben. Zum Beispiel, wenn sie nur ein Jahr da waren und wegen mangelnder Leistung „ausgetauscht“ werden. Und es gibt andere „Ausländer“, die sich über Jahre in die Herzen der Zuschauer spielen.

Einer der besten Spieler der letzten 20 Jahre: Stephen Werner, der zum Abschied einen Brief an die Starbulls schrieb.

Stephen Werner – ein Stürmer der Extraklasse

In Rosenheim ist das Stephen Werner. Der Stürmer der Extraklasse spielte nur ein Jahr bei den Starbulls, bot aber Woche für Woche Topleistungen – aufgrund seiner Klasse, aber auch, weil er sich in Oberbayern so wohl fühlte. Nach seinem Starbulls-Jahr wechselte er nach Wolfsburg, doch ohne sich zu verabschieden, wollte er Rosenheim nicht verlassen.

Wie eine Liebeserklärung an Fans, Mitspieler, Verantwortliche und die Stadt

Die Starbulls-Fans dicht gedrängt in der Mangfallkurve in der Vorbereitung auf die La-Ola-Welle. Ein Bild vom 9. April 2010, das gerade in der heutigen Zeit große Wehmut hervorruft. Diesen Fans sprach Stephen Werner in seinem Abschiedsbrief ein großes Lob aus.

Seine E-Mail an die Verantwortlichen las sich fast wie eine Liebeserklärung an Fans, Mitspieler, Verantwortliche und die Stadt. Hier Auszüge aus seinem Schreiben: „Es ist für mich wichtig, mich bei allen Leuten zu bedanken und zu sagen wie sehr ich die Zeit in Rosenheim genossen habe. Ich hatte Glück in so einer großartigen Stadt mit so fantastischen Spielern zu landen. Und ich hatte Glück unter Trainer Franz Steer zu spielen, der mir den nächsten Schritt in meiner Karriere ermöglichte in die DEL zu wechseln.

„Ich bin stolz auf das Team und vor allem auf den Gewinn des Pokals“

Unkorrekter Körperangriff am 29. Januar 2006 vom Linesman gegen Andi Schneider. Warum der Schiedsrichter den Starbulls-Stürmer am Trikot packte und ihn am Weiterspielen hinderte, ist bis heute nicht geklärt.

Das ganze Umfeld konnte nicht besser sein. Wir sind zwar kurz vor dem Erreichen unseres Ziels, den Meistertitel zu gewinnen, gescheitert, aber wir haben eine Menge erreicht und ich bin stolz auf das Team und vor allem auf den Gewinn des Pokals. Ganz besonders will ich den Fans danken. Das sind die besten Fans vor denen ich je gespielt habe. Es war immer ein Genuss zu Hause zu spielen.“

Nicht die feine englische Art, aber zwei Rosenheimer Fans waren mit der Zweikampfführung eines Miesbacher Spielers am 15. Feburar 2008 nicht einverstanden und zeigten ihm den dreifachen Mittelfinger.

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Stephen Werner: In 11 Play-off-Spielen 22 Punkte gemacht

In 48 Spielen der Punktrunde 2010/2011 erzielte Stephen Werner 58 Scorerpunkte für die Starbulls. In der Play-off-Runde steigerte er sich noch einmal und machte in elf Spielen 22 Punkte. Von Rosenheim wechselte Werner in die DEL nach Wolfsburg und Augsburg. Bis 2017 spielte er in Graz und beendete dort mit 33 Jahren seine Karriere. bz

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