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FUSSBALL-RELEGATION ZUR REGIONALLIGA BAYERN

1860 zuversichtlich nach Augsburg

Zu schnell für Augsburgs Abwehrspieler: Raphael Obermair konnte in dieser Szene nur regelwidrig gebremst werden (Tritt gegen den rechten Fuß) und deshalb gab es Elfmeter, der zum zwischenzeitlichen 2:0 führte.  Ziegler
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Zu schnell für Augsburgs Abwehrspieler: Raphael Obermair konnte in dieser Szene nur regelwidrig gebremst werden (Tritt gegen den rechten Fuß) und deshalb gab es Elfmeter, der zum zwischenzeitlichen 2:0 führte. Ziegler

Heute ein Sieg oder ein Unentschieden und der TSV 1860 Rosenheim spielt nächste Saison wieder in der Fußball-Regionalliga Bayern. Ja sogar eine 2:3- oder 3:4-Niederlage würde den Sechzigern heute, Freitag, 18.30 Uhr, nach dem 2:1-Hinspielerfolg (wir berichteten) vom Mittwoch gegen den FC Augsburg 2 zum Aufstieg reichen.

Noch einmal kurz zum Prozedere: Es spielen jeweils die zweitplatzierten Bayernligisten (aus Nord und Süd) gegen den Dritt- und Viertletzten der Regionalliga Bayern. Die Sieger dieser im Europapokal-Modus (Auswärtstore zählen bei Gleichstand doppelt) ausgetragenen Partien können sich über die Teilnahme an der Regionalligaspielzeit 2016/17 freuen. Für die Verlierer gibt es – gemäß dem Fall, dass der SSV Jahn Regensburg in die dritte Liga aufsteigt – eine Art ‚Lucky Loser‘-Begegnung, um den Aufstieg bzw. den Verbleib in Bayerns Eliteliga. Jahn Regensburg hat das erste Spiel beim VfL Wolfsburg 2 allerdings mit 0:1 verloren.

Nach dem Hinspielsieg sieht die Lage für die Sechziger bezüglich einer Rückkehr in die Regionalliga sehr gut aus. Man darf jedoch einen Fehler nicht machen: Taktieren. Die Dienstagspartie zwischen den Innstädtern und den Fuggerstädtern hatte – bis auf das Wetter – alles, was sich ein Zuschauer von einer Fußballpartie wünscht. Da gab es vor allem hohes Tempo. Vorgelegt wurde dies von der Bundesliga-Reserve. Die jungen Sechziger benötigten so zirka 15 Minuten um diese „Überfalltaktik“ von Augsburgs Coach Christian Wörns richtig einordnen zu können. Danach hielten die Kicker von Trainer Klaus Seidel jedoch problemlos mit dem Tempofußball des Regionalligisten mit. Kapitän Christoph Wallner zu den 90 Minuten: „Natürlich wäre es ideal gewesen, wenn wir kein Gegentor bekommen hätten. Trotzdem können wir selbstbewusst nach Augsburg fahren, weil die Mannschaft nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch eine gute Leistung gezeigt hat. Wir haben die letzte Viertelstunde zwar keine Schippe mehr drauf legen können, aber Augsburg eben auch nicht. Das stimmt uns zuversichtlich.“

Trainer Klaus Seidel zum Spiel: „Wir waren auf Augenhöhe, das hat man gesehen. Ob uns die Augsburger vielleicht unterschätzt haben, werden wir jetzt im Rosenau-Stadion sehen. Die erste Viertelstunde haben wir verschlafen und zu viele Fehler gemacht. Das darf uns in Augsburg nicht passieren! Das Hinspiel haben wir aber verdient gewonnen.“

In der Begegnung am Dienstag gab es auch enorm viel Kampf. Und Wallner, Shabani und Co. stellten unter Beweis, dass sie zum Kämpfen bereit sind. Die letzte Viertelstunde – es stand 2:1 für die Sechziger – drückten die Augsburger vehement auf den Ausgleich. Im strömenden Regen warfen sich elf tapfere Rothosen in die Zweikämpfe. Auch kämpferisch war gegen den Regionalligisten kein Klassenunterschied erkennbar. Die Zuschauer sahen neben Tempo und Kampf vor auch richtig guten Fußball. Von beiden Seiten, denn Rosenheim agierte nicht wie der Außenseiter. Mit frechen Kombinationen und feinen Einzelleistungen spielte man auf Augenhöhe mit einem unter Profibedingungen trainierenden Gegner.

„Alles raushauen“

Nun reisen Seidel und seine junge Mannschaft nach Augsburg. Doch mit welchem Ziel? Seidel formuliert es so: „Wir werden in Augsburg einfach alles raushauen, was wir noch im Tank haben. Was dabei rauskommt werden wir sehen.“ Die einzig logische Vorgehensweise, denn Taktieren ist in Relegationsspielen selten ein guter Berater. Gedankenspiele wie „ein Unentschieden reicht uns“ oder „nur nicht verlieren“ funktionieren nur in der Hypothese. Deshalb hat Seidel recht. Alles raushauen. Bis zum letzten Tropfen. Zurückgreifen kann er dabei auf den fast kompletten Kader. Anpfiff ist 18.30 Uhr im Rosenau-Stadion. mpo/bok

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