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Nach 3:1-Führung noch 3:4 verloren

1860 Rosenheims neuer Gegenspieler im Abstiegskampf: der eigene Kopf

Das 2:1 von der Seite: 1860-Neuzugang Dominik Bacher verwandelt die Hereingabe von Laurin Demolli.Hans-Jürgen Ziegler
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Das 2:1 von der Seite: 1860-Neuzugang Dominik Bacher verwandelt die Hereingabe von Laurin Demolli.Hans-Jürgen Ziegler
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Der TSV 1860 Rosenheim hat im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga Bayern einen weiteren kräftigen Nackenschlag hinnehmen müssen. Das Tabellenschlusslicht verlor zum Auftakt der Frühjahrsrunde gegen den SC Eltersdorf nach einer 3:1-Pausenführung noch mit 3:4.

Rosenheim – Mit großer Zuversicht sind die Verantwortlichen des Fußball-Regionalliga-Schlusslichts TSV 1860 Rosenheim in die Frühjahrsrunde gestartet. Ziel war eine erfolgreiche Aufholjagd für den Klassenerhalt. Bei Halbzeit im Auftaktspiel gegen den SC Eltersdorf schien sich der Optimismus zu bewahrheiten, denn die Sechziger lagen dank der Treffer der Haching-Neuzugänge mit 3:1 vorne. Dann folgte aber ein Nackenschlag für alle Ambitionen. Eltersdorf drehte das Spiel im zweiten Durchgang und entführte durch ein Last-Minute-Tor die Punkte aus dem Jahnstadion.

Mentale Stärke dringend benötigt

Für die Sechziger wird die Lage immer prekärer. Vor allem, weil man einen weiteren Gegner entdeckt hat: den eigenen Kopf. Die mentale Kraft muss für so eine Aufgabe, die das Team vor sich hat, schon da sein. Und dann darf es nicht passieren, dass den glücklichen Umständen in der ersten Halbzeit – gute Eltersdorfer Chance überstanden, die Neuzugänge trumpfen auf, 3:1-Treffer kurz vor der Halbzeitpause – so eine ängstlich geführte zweite Hälfte folgt. Bestes Beispiel für die minütlich geschwundenen Chuzpe war der Gegentreffer zum 2:3, den man sich mit einem einerseits unnötigen und zudem schlampigen Rückpass selbst einschenkte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war im Rund des Jahnstadions deutlich zu spüren, dass die Sechziger diese Führung noch vergeigen würden.

Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - Eltersdorf vom 26. Februar

Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - Eltersdorf vom 26. Februar
Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - Eltersdorf vom 26. Februar
Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - Eltersdorf vom 26. Februar
Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - Eltersdorf vom 26. Februar
Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - Eltersdorf vom 26. Februar

„Mit dem Anschlusstreffer war klar, dass mehr gehen könnte“, meinte Gäste-Trainer Bernd Eigner. Seine Truppe holte sich nun das nötige Selbstvertrauen, während die Sechziger immer mehr den Fokus auf das Geschehen verloren – war es durch die vermehrt schwindende Spielkontrolle, die kaum mehr Entlastung nach vorne brachte, oder durch das Hadern mit Foulpfiffen und Einwurf-Entscheidungen.

Zwei Treffer von Neuzugang Mensah

„Wir wären auch mit einem Punkt zufrieden gewesen, um den Gegner auf Abstand zu halten“, meinte Eigner. Sein Team hatte schon in der Anfangsphase die besseren Gelegenheiten, liefen aber nach einer schönen Einzelleistung von Stephan Mensah einem Rückstand hinterher. Allerdings nur kurz, weil Eltersdorf nach einem diagonalen Flugball in den Rosenheimer Sechzehner zur Kopfballvorlage kam und Sebastian Schäferlein freistehend zum 1:1 einköpfte. Schon da offenbarten sich gewaltige Schwächen in der Defensive der Hausherren, aber die Sechziger schüttelten sich noch einmal ab und antworteten mit dem 2:1 von Dominik Bacher aus kurzer Distanz nach scharfer Hereingabe von Laurin Demolli und vorheriger Vorarbeit von Julien Richter. Und als Mensah eine weitere Demolli-Auflage zum 3:1 verwandelte, schienen die Rosenheimer den Siegkurs eingeschlagen zu haben. „Wir haben es aber nicht verstanden, die Leistung nach einer starken ersten Halbzeit über die gesamte Spielzeit zu übertragen“, haderte 1860-Coach Florian Heller.

Zwei Standards nicht gut verteidigt

Sein Team war nach Wiederanpfiff nur noch Beifahrer, setzte selbst keine Akzente mehr und ließ zu viel mit sich geschehen. Freilich ging dem 2:3 besagter fatale Rückpass von Linor Shabani bevor, den Tobias Herzner aufnahm, Torwart Alin Goia umspielte und einschoss. Die beiden weiteren Gegentore entsprangen dann Standardsituationen, die eine Regionalliga-Verteidigung klären sollte. Letztlich waren es mangelnde Abstimmung und zu langsames Reagieren, die zur sportlichen Ernüchterung führten. Nach dem zu kurz abgewehrten Halbfeld-Freistoß drosch Manuel Stark den Ball sehenswert aus der Drehung in den Winkel, beim Eckball in der Nachspielzeit reichten das Entgegengehen von Maximilian Göbhardt und nach der starken Reaktion von Goia die schnelle Auffassungsgabe von Fabian Vogl, der den Abpraller inmitten mehrerer Sechziger aus wenigen Metern verwertete.

TSV 1860 Rosenheim: Goia, Benz, Wallner, Salkic, Richter, Kießling, Shabani (ab 77. Zander), Demolli, Schiedermeier (ab 72. Fenninger), Mensah, Bacher.

Schiedsrichter: Steigerwald (TSV Karlburg).

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Mensah (22.), 1:1 Schäferlein (24.), 2:1 Bacher (36.), 3:1 Mensah (44.), 3:2 Herzner (65.), 3:3 Stark (77.), 3:4 Vogl (90. + 3).

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