1860 Rosenheim unterliegt im Abstiegskampf in Rain „Das hätte auch anders laufen können“

74 Minuten kaum zu halten:Der TSV Rain und Michael Krabler führten gegen 1860 Rosenheim und Nicolaj Madsen mit 3:0. Am Ende wurde es noch einmal eng. Szilvia Izsó
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74 Minuten kaum zu halten:Der TSV Rain und Michael Krabler führten gegen 1860 Rosenheim und Nicolaj Madsen mit 3:0. Am Ende wurde es noch einmal eng. Szilvia Izsó

Der TSV Rain führte im Fußball-Regionalligaspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim bis zur 74. Minute mit 3:0. Nach einer roten Karte wurde es noch einmal spannend.

Rain – Eine ungeahnt packende Schlussphase lieferten sich die Fußball-Regionalligisten TSV Rain und der TSV 1860 Rosenheim – die Fans der gastgebenden Rainer mussten bis zuletzt um den 3:2-Sieg ihrer Mannschaft zittern. Letztendlich war Trainer Alex Käs aber froh, erneut den Sieg errungen zu haben. „Wir haben jetzt in den vergangenen drei Spielen neun Punkte geholt“, freute sich der 26-Jährige und musste zugeben, auch ein wenig Glück gehabt zu haben. Von drei Siegen in Folge kann sein Rosenheimer Trainerkollege Thomas Kasparetti nur träumen. Der fand, dass sein Team vor allem bei den zweiten Bällen „zu wenig präsent“ war.

Sechziger-Chance nach einer Minute

Dabei hatte seine Mannschaft ganz ordentlich begonnen und sich gleich die erste dicke Möglichkeit in der 1. Minute erarbeitet. Korbinian Linner bekam zentral vor dem Rainer Tor einen mustergültigen Pass von rechts, aber er schoss weit über den Kasten.

In der 7. Minute durften die Rainer Fans jubeln: Nach einem Freistoß von Johannes Müller zog David Bauer ab. Der Ball wurde kurz vor der Torlinie abgewehrt, aber wieder Bauer stocherte den Ball dann doch noch über die Linie.

Rainer Konter führte zum 2:0

Nach gut einer Viertelstunde wurde Keeper Christoph Hartmann geprüft, der zentral geschossene Ball bereitete ihm keine Schwierigkeiten. Doch wenig später konnte er das Leder nicht festhalten, nachdem er nach einer Flanke von Laurin Demolli herausgeeilt war. Pech für die Gäste, dass der Ball ins Aus ging. Per Konter erhöhte der TSV Rain auf 2:0: Cosic verwandelte mit einem gefühlvollen Lupfer über Torwart Alin Goia. Kurz vor der Pause wurde es gefährlich im Rainer Strafraum, Nicolaj Madsen schoss im Getümmel aufs Heimtor, doch Kapitän Fabian Triebel klärte per Kopf.

Rain blieb auch nach der Pause weiter dran und erspielte sich Möglichkeiten, doch auch die Gäste steckten nicht auf. David Bauer krönte nach 56 Minuten seine starke Leistung mit dem Treffer zum 3:0. Stefan Müller hatte das Tor mit einem starken Pass von der rechten Seite in die Mitte vorbereitet und Bauer ließ mit seinem Volley-Schuss Keeper Goia keine Chance. „Das letzte Mal zwei Tore habe ich in der E-Jugend gemacht“, musste Defensivmann Bauer nach dem Spiel schmunzeln.

Die Gäste reagierten prompt: Für Adel Merdan kam Luftetar Mushkolaj, was sich als gute Wahl herausstellen sollte, denn dieser besorgte den Anschlusstreffer: Einen Freistoß von halbrechts zirkelte Mushkolaj ins rechte Kreuzeck.

Nach der roten Karte kamen die Sechziger

In der 80. Minute sah Jonas Greppmeir die Rote Karte wegen groben Foulspiels. In Unterzahl taten sich die Gastgeber nun schwer, Rosenheim witterte seine Chance und drückte die Rainer in die eigene Hälfte. Rosenheim verkürzte durch Demolli auf 3:2, der am kurzen Toreck goldrichtig stand und einschob. Der Schlusspfiff beendete allerdings Rosenheims Bemühungen auf den Ausgleich.

1860 Rosenheim auf einem Abstiegsplatz

Die Lechstädter sind nun aus der Abstiegszone heraus auf den 13. Rang geklettert, während sich die Rosenheimer auf dem 17. und damit vorletzten Platz wiederfinden. „Wir müssen nun dieses Tal durchschreiten und konsequent dranbleiben, dann können wir die Kehrtwende erreichen, wie es Rain jetzt geschafft hat“, betonte Kasparetti und sprach seiner Mannschaft das Lob aus, nie aufgegeben zu haben. Käs musste zugeben, „das hätte heute auch anders laufen können“.

Spielstatistik

TSV 1860 Rosenheim: Goia – Moser, Heiß, Lenz, Albrich (ab 71. Mayerl) – Merdan (ab 57. Mushkolaj), Shabani – Linner, Madsen, Neumeier (ab 73. Keereerom) – Demolli

Tore: 1:0 David Bauer (7.), 2:0 Marko Cosic (25.), 3:0 David Bauer (56.), 3:1 Luftetar Mushkolaj (74.), 3:2 Laurin Demolli (90.+2)

Rote Karte:Jonas Greppmeir (TSV Rain/80./grobes Foulspiel)

Zuschauer:320 sut

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