1860 Rosenheim 2 hat sich die Favoritenrolle erarbeitet

Unbeirrt zieht die zweite Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim in der Fußball-Bezirksliga Ost ihre Kreise an der Tabellenspitze. Mit nun 16 von 18 möglichen Punkten aus sechs Spielen sind die jungen Wilden nach wie vor ungeschlagen und ab sofort der Favorit.

Auch im Lokalderby gegen den TuS Raubling siegte die junge Garde (Durchschnittsalter 19,8 Jahre) hochverdient. Beim ungefährdeten 2:0 konnte man sich den Luxus von acht vergebenen, sogenannten hundertprozentigen Torchancen leisten. Das Besondere dabei ist, dass sechs verschiedene Spieler die Hochkaräter vergaben, was ein deutliches Indiz für die Ausgeglichenheit des Kaders und die variable Spielanlage ist. Diese Tatsache dürfte den zukünftigen Gegnern enormes Kopfzerbrechen bereiten, denn wie soll man gegen eine Mannschaft antreten, bei der fast jeder Feldspieler zu glasklaren Torchancen kommen kann?

Um keinen Rückschlag beim Kampf um die Meisterschaft zu erleiden, sollte man beim Auswärtsspiel am morgigen Samstag um 15 Uhr in Töging nicht so verschwenderisch mit den Torchancen umgehen. Letztes Jahr unterlag man dem späteren Herbstmeister in Töging mit 0:2. Nach der Winterpause bezwang man den Tabellenführer dann mit 3:1 - ein entscheidender Sieg für die Wimmer-Elf auf dem Weg zur Bezirksliga-Meisterschaft. Töging konnte danach nicht mehr an die Leistungen der Vorrunde anknüpfen und belegte als Aufsteiger am Ende den sehr guten dritten Platz.

Die Töginger wissen, dass das zweite Jahr nach dem Aufstieg das schwierigere Jahr ist und vielleicht hat man deshalb diese Saison den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Beim genaueren Hinsehen mag dies allerdings bei einem nahezu unveränderten Kader etwas tiefgestapelt erscheinen. Momentan liegt Töging mit acht Punkten auf dem siebten Rang, aber noch in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen, hat man doch ein Spiel weniger auf dem Konto als die Konkurrenz. Auf den letztjährigen Torschützenkönig mit 21 Toren, Benedikt Baßlberger, und den im letzten Winter von Ampfing nach Töging gewechselten Lucas Stamm sollte die Rosenheimer Defensive ein besonderes Augenmerk richten. Beide haben sich auch diese Saison bereits als mehrfache Torschützen ausgezeichnet.

Da am Wochenende der Saisonbeginn für die U19 ansteht und somit Spieler wie der zuletzt sehr starke Philipp Maier nicht mehr zur Verfügung stehen und zudem einige verletzte Kaderspieler wieder im Trainingsbetrieb sind, könnte es die eine oder andere Veränderung bei der Aufstellung geben. Egal wie, das Team des Trainer-Duos Wimmer/Nißl wird die Favoritenrolle jetzt erst mal nicht so schnell wieder los. jp

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