1860-Nachwuchsspieler Yannick Albrich über den Sprung in die Regionalliga: „Enorme Umstellung“

Der 19-jährige Yannick Albrich (rechts)kommt aus dem eigenen Nachwuchs des TSV 1860 Rosenheim. Ziegler
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Der 19-jährige Yannick Albrich (rechts)kommt aus dem eigenen Nachwuchs des TSV 1860 Rosenheim. Ziegler

Yannick Albrich ist kein Spieler der markigen Worte. Er ist ein ruhiger, manchmal sogar in sich ruhender Spieler. Für den Fußball-Bayernligisten TSV 1860 Rosenheim ist er ein Glücksgriff.

Rosenheim – In den letzten beiden Spielzeiten führte Albrich die A-Jugend zu zwei Aufstiegen in Folge und schoss dabei 23 Tore – als Defensivspieler. Seit dieser Saison ist er fester Bestandteil der Regionalliga-Mannschaft von Thomas Kasparetti. Auch dort wusste der 19-jährige Mittelfeldspieler, der beim SV Schonstett seine Fußballkarriere startete, auf Anhieb zu überzeugen.

18 Saisonspiele sind nun absolviert – 18 Punkte sind auf dem Punktekonto des TSV 1860 Rosenheim. Wie bewerten Sie den Saisonverlauf bis hier hin?

Es war bis jetzt sicherlich eine durchwachsene Spielzeit. Wir sind mit zwei Siegen und sechs Punkten aus den ersten drei Begegnungen sehr gut in die Saison gestartet. Dann kam leider ein kleiner Einbruch, als wir nicht so punkten konnten, wie wir uns das gewünscht hätten. Für den November haben wir uns jedoch viel vorgenommen – mit dem Sieg in Burghausen hat das bis dato auch sehr gut funktioniert.

Für Sie persönlich stehen vier Saisoneinsätze zu Buche, einer davon über die kompletten 90 Minuten. Eine zufriedenstellende Quote?

Natürlich erhofft man sich als Fußballer möglichst viel Spielzeit und viele Möglichkeiten, sich beweisen zu dürfen. Man muss aber – vor allem als junger Spieler – auch realistisch bleiben: Es ist mein erstes Jahr im Herrenbereich. Die Umstellung von Jugend- auf Erwachsenenfußball ist enorm. Vor allem physisch werde ich weiterhin hart an mir arbeiten müssen. Grundsätzlich sehe ich mich jedoch auf einem guten Weg mit ständiger Weiterentwicklung.

Mit Markus Sattelberger ist neben Ihnen ein weiterer Spieler aus dem Nachwuchs des TSV in der Regionalliga angekommen. Ein Indiz für die verbesserte Jugendarbeit bei den Sechzigern?

Auf alle Fälle. Als ich in der C-Jugend nach Rosenheim wechselte, war alles schon arg dürftig organisiert. Es gab nicht genug Trainer, zu wenig Trainingsequipment oder keine einheitlichen Trainingsklamotten. Im Laufe der Jahre hat sich das immer mehr ins Positive gewandelt. Die A-Jugend hat nun mittlerweile ein Trainerduo, einen Physiotherapeuten, einen Betreuer und sehr gute Trainingsbedingungen. Das ist natürlich mitunter ein Grund für den Aufschwung der letzten Jahre.

Am Samstag wartet mit dem FC Augsburg II ein Gegner, der aus den letzten drei Spielen sieben Punkte holen konnten. Wie lautet Ihre Prognose für den 19. Spieltag?

Der FC Augsburg II ist eine wirklich sehr gute Mannschaft mit großer Qualität – immerhin sind sie die zweite Mannschaft eines Bundesligateams. Im Hinspiel in Augsburg waren wir n 90 Minuten auf Augenhöhe und haben selbst in Unterzahl kaum Chancen zugelassen. Der Gegentreffer in der letzten Spielminute war sehr bitter und richtig unglücklich. Wenn wir es schaffen, hinten stabil zu stehen, vorne noch konsequenter zu agieren und leidenschaftlich Fußball zu spielen, können wir mithalten. Da bin ich mir sicher. Interview Michael Pointvogel

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