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Volleyball

15-Jähriger dreht den ersten Satz: TSV Mühldorf holt wichtige Punkte gegen Freiburg

Mit der Routine eines erfahrenen Spielers: Der erst 15-jährige Fritz Vaehning (Annahme) drehte das Spiel im ersten Satz.
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Mit der Routine eines erfahrenen Spielers: Der erst 15-jährige Fritz Vaehning (Annahme) drehte das Spiel im ersten Satz.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Fritz Vähning löst den Knoten und schafft die Basis zum 3:1 gegen die Breisgauer. Und Jonathan Helm kommt zu seinem Debüt im Mühldorfer Trikot

Mühldorf – Da musste er sich ungläubig erst einmal selbst am Tikot zupfen und kontrollieren: „Nummer 8? Stimmt. Bin tatsächlich ich!“ Bescheiden, wie Mühldorfs Mittelblocker Flo Gschwendtner nun Mal ist, konnte er erst nicht fassen, dass er zum wertvollsten Spieler auf Mühldorfer Seite gewählt worden ist. Die Freude war danach umso überschwenglicher. Wie vorher schon beim Rest der Mannschaft. Denn nach einem temporeichen und kampfbetonten Spiel setzte sich der TSV Mühldorf in der 2. Volleyball-Bundesliga gegen die Verfolger des FT 1844 Freiburg durch. Nach einem 3:1 (27:25, 20:25, 25:19, 25:18) ging dabei die komplette Punkteausbeute nach Mühldorf.

Mühldorf beginnt schlecht, fängt sich erst einmal eine Serie ein

Das war keine Selbstverständlichkeit. Denn mit einer gehörigen Portion Respekt begegneten die Mühldorfer Spieler um Trainer Michi Mayer dem Gast aus dem Breisgau. Alles Zwei-Meter-Hünen um die Angreifer Tobias Nolte, Oliver Hein, Pascal Ristl und Marcus Gensitz, die es gleich zu Beginn den Mühldorfern schwer machten. Quasi jeder Mühldorfer Spieler durfte sich erst einmal gegen den Freiburger Bock die Zähne ausbeißen, bevor Michi Mayer die erste Auszeit nahm (2:7).

Harte Aufschläge und Fabian Bartsch als Antwort

Mühldorf attackierte anschließend die Gäste aus Freiburg mit harten Aufschlägen und auch Angreifer Fabian Bartsch, diesmal wieder auf der Diagonalposition, kam immer besser ins Spiel. Auf 14:17 war Mühldorf herangekommen, bevor Michi Mayer seinen Joker zog. Fritz Vaehning ersetzte Zied Chlagmi und war danach dafür verantwortlich, dass sich das Spiel drehte. Der 15-Jährige griff couragiert und clever an, bewies Übersicht und suchte in seinem Angriffsspiel die Lücken im gegnerischen Team. „Die Annahme war nicht so prickelnd“, meinte der Youngster zwarselbstkritisch nach dem Spiel. Trainer Mayer aber überschlug sich vor Lob: „Der Fritz hat uns den Satz gedreht!“ Tatsächlich eroberte sich der TSV die Führung zurück (20:19), hatte auch schon zwei Satzbälle (24:22), aber erst den vierten verwandelten er (27:25).

Immer wieder punktet Mittelblocker Tobias Nolte

Mayer änderte im zweiten Satz nichts an der Aufstellung, doch Freiburg kam nun besser ins Spiel. Zuspieler Mauri Matias Kurppa, Neuzugang aus Finnland, setzte gekonnt seinen stärksten Mittelblocker Tobias Nolte ein und auch der andere Neuzugang auf Freiburger Seite, der Pole Matteusz Łysikowski, punktete über die Außenposition und sorgte auch für gehörigen Druck im Aufschlag. Freiburg verschaffte sich etwas Luft (12:7), bis Mühldorfs Trainer Mayer reagierte und Hauke Ferch für Fritz Vaehning brachte, um die Annahme zu verstärken. TSV holte tatsächlich auf (14:16), doch die routinierten Freiburger hielten die Mühldorfer auf Distanz. Kurzeinsätze von Fabian Liemer und Tim Aust brachten nicht den gewünschten Erfolg und Freiburg glich zum 1:1 aus (25:20).

Zied Chalghmi bringt Mühldorf wieder auf die Siegerstraße

Die Hausherren gaben nicht auf. Plötzlich waren wieder die Mühldorfer spielbestimmend, nachdem Mayer nun wieder Zied Chalghmi für Fritz Vaehning auflaufen ließ: „Fritz hat ein tolles Spiel gemacht, aber er ist noch zu jung, um seine Leistung in einem Zweitligaspiel auf einem konstant hohen Level zu spielen. Ich geb dem Jungen noch ein halbes Jahr, dann kann er es, dass er so ein Spiel durchspielt!“

Zied Chaghmi zeigte seine ganze Routine

An Routinier Chalghmi lag es nun, das Heft die Hand zu nehmen und er belohnte das Vertrauen des Trainers mit jeder Menge kluger Angriffe, die Mühldorf einen komfortablen Vorsprung von konstant sechs Punkten ermöglichte. Zwischenzeitlich hatte Freiburgs Trainer Jakob Schönhagen seinen Besten, Łysikowski, vom Spielfeld genommen. Doch Luc Hartmann konnte keine entscheidenden Akzente setzen. Mühldorf holte sich den Durchgang mit 25:19, wobei in der Schlussphase auch Neuzugang und Youngster Jonathan Helm sein Debüt im Mühldorfer Trikot feiern durfte.

Mühldorfliegt 11:12 hinten – doch dann kam Jonas Zusann

Satz vier verlief zunächst ausgeglichen. Bei 11:12 hatte Trainer Michi Mayer dann wieder das richtige Händchen, als er Jonas Zusann für Flo Gschwendtner zum Aufschlag brachte. Prompt servierte Zusann bis zum 16:12-Führung der Mühldorfer. Und diesen Vorsprung gaben die Mühldorfer auch nicht mehr aus der Hand. Die Verwarnung wegen Spielverzögerung nahm Trainer Michi Mayer dann auch gerne in Kauf, als er Fabian Liemer unbedingt auf dem Spielfeld für Bartsch lassen wollte, um ihm einen Punktgewinn zu gönnen. Den Ball bekam Liemer zwar nicht, aber der Jubel war auch bei ihm grenzenlos, nachdem Tom Brandstetter mit einem Hammerangriff den Sack zum 25:18 zu machte.

Mayer spricht von Sechs-Punkte-Spiel

„Ein wichtiges Sechs-Punkte-Spiel gegen den Verfolger“, rechnete Michi Mayer gleich nach dem Spiel. Zurecht sei der Titel des besten Spielers an Flo Gschwendtner gegangen, fand auch Mayer. „Der reibt sich auf, ist an jedem Ball dran, selbst wenn er in der Abwehr angeschlagen wird, bringt er noch einen Ball nach vorne. Die Auszeichnung hatte er schon lange verdient!“ Und Mühldorf verdiente sich mit dem Sieg einen Sprung nach vorne. Sechster ist das Team vom Inn nun. „Eine Platzierung und auch ein Punktepolster, mit denen ich zu diesem Zeitpunkt nicht gerechnet hätte“, so Mayer.

Die Tabelle

1. SSC Karlruhe, 29:11 Sätze, 26 Punkte; 2. TSV Grafing, 31:17, 26; 3. TSV Mimmenhausen, 30:13, 25; 4. SV Schwaig, 26:21, 22; 5. TV/DJK Hammelburg, 23:16, 18; 6. TSV Mühldorf, 22:18, 17; 7. L. E. Leipzig, 20:19, 17; 8. Blue Volleys Gotha,, 20:18, 15; 9. FT Freiburg, 19:20, 12; 10. VC Dresden 21:27, 12; 11. GSVE Delitzsch, 15:14, 11; TuSKriftel, 15:21, 9; 13. TV Bliesen, 12:30, 5; 14. TGM Mainz-Gonsenheim, 12:22, 5; 15. Friedrichshafen, 9:33, 2.

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