Bei der 0:2-Heimniederlage von 1860 Rosenheim: Ein Führungstreffer aus dem Nichts

Der Kopfball von Nikolaj Madsen(nicht auf dem Bild) ging knapp über den Querbalken. Im Gegenzug fiel die Fürther Führung. Ruprecht

Null Tore, null Punkte – lange Gesichter beim TSV 1860 Rosenheim. Nach dem grandiosen Jubiläumsspiel zum 100-jährigen Bestehen gegen die Münchner Löwen hat die Sechziger der graue Alltag in der Abstiegszone der Fußball-Regionalliga Bayern wieder. Am Samstag stand ein 0:2 gegen Greuther Fürth II auf der Anzeigentafel.

Rosenheim – Eine weitere Hiobsbotschaft neben der 0:2-Niederlage von 1860 Rosenheim gegen Greuther Fürth war für das Team von Cheftrainer Thomas Kasparetti die verletzungsbedingte Auswechslung von Kapitän Christoph Wallner in der 70. Spielminute, der nach einem Kopfball so unglücklich aufprallte, dass er sich am Oberschenkel verletzt hatte und nur noch gestützt das Spielfeld verlassen konnte. Eine genauere Diagnose wird erst ab Montag die Untersuchung bringen.

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Gastgeber nahmen das Heft in die Hand

In den ersten Spielminuten verlief das Spiel ausgeglichen, ehe die Gastgeber das Heft besser in die Hand bekamen und sich erste Chancen erarbeiteten. Mitte der ersten Halbzeit war es dann ein weiter Abschlag von Sechziger-Keeper Alin Goia, den sein Gegenüber außerhalb des Sechzehners per Kopfball knapp vor Luftetar Mushkolaj klären konnte. Nun brach die beste Zeit der Rothosen an und Mushkolaj scheiterte gleich nach der nächsten Zeigerumdrehung haarscharf am Außennetz – die Rosenheimer Führung lag in der Luft. Wie aber so häufig, der Führungstreffer gelang den Sechzigern nicht. Auf der anderen Seite muss man auch die einzig nennenswerte Chance der Gäste erwähnen und das war ein Hochkaräter. Benedikt Zahn war auf und davon, scheiterte aber allein vor Goia an dessen Klasse-Fußabwehr.

Weiter mit dem Vorwärtsgang kamen die Rothosen aus der Kabine zum zweiten Durchgang, gefährlich vor dem Gästetor wurde es häufig nach Eckbällen von Mushkolaj, bei denen sich die Abwehrspieler Heiß und Wallner einschalteten. Die größte Gelegenheit hatte der Däne Madsen, sein Kopfball ging allerdings in der 51. Minute knapp über die Querlatte.

Chance für 1860 – Tor für Fürth

Diese Szene war noch nicht notiert, da versenkte im Gegenzug Fürths Daniel Adlung die Kugel per Kopf zur Gästeführung. Ein Treffer aus dem Nichts und so unnötig wie ein Kropf. Abspielfehler und schlechte Zuordnung waren Ausgangspunkt. Wenige Sekunden später fast das 0:2, als Ferri Sechziger-Keeper Goia schon überlupft hatte, sein Mitspieler Abouchabaka den Ball als Letzter berührte, dabei aber im Abseits stand.

„Nach dem Rückstand haben wir kaum noch einen soliden Zugriff bekommen“, bedauerte Kasparettiwieder einmal einen Rückstand. Die weiteren Angriffsbemühungen wurden schlampigen zu Ende gespielt, klare Torchancen blieben Mangelware und dann fing man auch noch das entscheidende 0:2 durch einen Konter ein.

Am nächsten Freitag Gastspiel in Buchbach

Nach 16 Spieltagen stehen die Sechziger mit 15 Punkten weiter in der Abstiegszone und müssen zum Vorrundenabschluss nach Buchbach, wo bekanntermaßen die Trauben hoch hängen.

TSV 1860 Rosenheim: Goia - Albrich, Wallner (70. Lenz), Heiß, Mayrl – Linner (68. Hölzl), Madsen, Moser, Shabani (61. Maidancevic) - Mushkolaj, Demolli.

Schiedsrichter: Andreas Hartl

Zuschauer: 210

Tore: 0:1 Adlung (52.), 0:2 Coskun (80.). ru

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