Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


15. Etappe der Tour de France

Kuss siegt in Andorra - Gelb-Träger Pogacar bei Tour ganz souverän

Tadej Pogacar
+
Der Slowene Tadej Pogacar bleibt weiter Gesamtführender.

Der eigentlich als Roglic-Helfer eingeplante Sepp Kuss gewinnt eine der schwierigsten Etappen der Tour 2021. Im Feld der Favoriten kontrolliert Gelb-Träger Pogacar auch ohne eigene Attacke die Konkurrenz.

von Patrick Reichardt und Tom Bachmann,

Andorra la Vella - Titelverteidiger Tadej Pogacar hat sein Gelbes Trikot beim wilden Pyrenäen-Ritt nach Andorra souverän verteidigt und kommt seinem zweiten Gesamtsieg bei der Tour de France immer näher. Beim Sieg des Amerikaners Sepp Kuss kontrollierte der 22 Jahre alte Slowene am Sonntag auf der 15. Etappe souverän das Feld der Favoriten, ohne dabei eine eigene furiose Attacke wie in den Alpen zu starten. Die deutschen Radprofis um Emanuel Buchmann blieben auf den 191,3 Kilometern von Céret nach Andorra la Vella erneut blass und hatten mit dem Tagessieg nichts zu tun.

Pogacar kontert alle Attacken

Auf dem Weg zum steilen Col de Beixalis, von dessen Gipfel es noch 15 Kilometer bergab ins Ziel ging, versuchten es die Verfolger Rigoberto Uran (Kolumbien), Richard Carapaz (Ecuador) und Jonas Vingegaard (Dänemark) mit mehreren couragierten Attacken, doch der Mann in Gelb konterte alle Angriffe ohne Probleme. An der Spitze fuhr Jumbo-Visma-Profi Kuss zum hart erkämpften Sieg, den auch der 41 Jahre alte Routinier Alejandro Valverde mit seinen Künsten in der Abfahrt nicht mehr verhindern konnte. Noch vor dem Ziel warf Kuss vor Freude seine Sonnenbrille ins Publikum.

Tour de France 2021: Alle Termine und Ergebnisse im Überblick

Dass der von Dopingzweifeln begleitete Pogacar und Co. diesmal nichts mit dem Tagessieg zu tun haben, wurde schon früh am Tag klar. In einer 32-köpfigen Spitzengruppe befanden sich zahlreiche Topteams und Spitzenfahrer wie Weltmeister Julian Alaphilippe und Allrounder Wout van Aert, aber kein einziger Gesamtklassement-Fahrer, der dem Gelb-Träger bei zu viel Vorsprung hätte gefährlich werden können.

Podcast zur Tour de France „Inside Bora-hansgrohe“: „Der Fokus liegt voll auf Kelderman, aber wir halten die Augen offen“

Deutsche nicht im Kampf um den Sieg vertreten

Ebenfalls nicht vertreten waren die Deutschen, die nach dem furiosen Tagessieg von Nils Politt auf einen zweiten Coup hoffen. Der frühere Gesamtvierte Buchmann hatte schon morgens angekündigt, dass er auf dem Weg nach Andorra andere Ziele verfolge. «Ich hoffe, dass ich nach dem Ruhetag wieder richtig fit bin. Ich will so lange wie es geht an der Seite von Wilco sein», sagte Buchmann. Falls es das Leichtgewicht noch auf einen Tagessieg abgesehen hat, müsste dies in der Finalwoche gelingen. Eine gute Nachricht gab es: Der schwer gestürzte und noch immer lädierte Tony Martin nahm am Sonntag das Training wieder auf.

Tour de France 2021: Die Gesamtwertung und die Trikotwertungen

Nach der turbulenten und heißen Auftakthatz in den Pyrenäen ist nun erst einmal Regeneration angesagt. Der Ruhetag in Andorra wird dem Peloton eine kurze Verschnaufpause einräumen, bevor es am Mittwoch und Donnerstag noch einmal richtig schwer wird. Die beiden Bergankünfte am Col du Portet und in Luz Ardiden zählen zu den anspruchsvollsten Etappen der 108. Auflage der Tour. Pogacars Vorsprung gepaart mit seiner extrem starken Verfassung dürften den Champion unangreifbar machen, doch auch die beiden Podestplätze in Paris bleiben heiß begehrt.

Pogacars erster Verfolger fällt zurück

Am Samstag hatten sich die Favoriten auf dem Weg nach Quillan noch schonen können, das Profil war eher hügelig und wie für Ausreißer gemacht. Mann des Tages wurde der Niederländer Bauke Mollema, der ein Solo mit dem Sieg krönte. «Ich dachte mir, ich versuche es einmal weit vor dem Ziel. Das war sehr hart, aber jetzt bin ich ziemlich glücklich», sagte Mollema. Rang zwei ging an den Österreicher Patrick Konrad, Guillaume Martin hatte sich auf Gesamtrang zwei hinter Pogacar verbessert. Doch das hatte nicht lange Bestand, schon auf dem Weg nach Andorra verlor der Franzose die Position wieder. (dpa)

Mehr zum Thema

Kommentare