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Spannender Massensprint nach Fahrerstreik zum Start

Tour de France 2021: Altstar Mark Cavendish rast zum Sieg auf der 4. Etappe

Mark Cavendish
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Feierte seinen 31. Etappensieg bei einer Tour de France: Mark Cavendish.

Der Tour-Tag beginnt mit einem Fahrerstreik und endet mit dem großen Comeback von Mark Cavendish. Der Brite - zwei Jahre in der Versenkung verschwunden - holt seinen 31. Tour-Etappensieg. Sein einstiger Rivale Greipel spielt keine Rolle.

Von Stefan Tabeling und Tom Bachmann, dpa

Fougères - Erst organisierte André Greipel gestenreich den Fahrerstreik, dann raste sein früherer Dauerrivale Mark Cavendish zum Sieg. Auf ihre alten Tage sind die einstigen Sprintstars bei der 108. Tour de France* noch einmal in die Rolle der Hauptdarsteller geschlüpft. Während der 38 Jahre alte Greipel am Dienstag auf der vierten - und dieses Mal nicht von schlimmen Stürzen überschatteten - Etappe sportlich nicht brillieren konnte, holte sich Cavendish völlig überraschend den Sieg im Massensprint. Der 26-jährige Brite feierte auf dem 150,4 Kilometer langen Teilstück von Redon nach Fougères seinen 31. Etappensieg und liegt damit nur noch drei Erfolge hinter Rekordhalter Eddy Merckx.

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Cavendish seit drei Jahren erstmals wieder bei Tour de France

Cavendish, der bereits 2015 in Fougères triumphiert hatte, siegte vor Nacer Bouhanni und Jasper Philipsen. Im Gesamtklassement blieb vor dem ersten großen Kräftemessen im Einzelzeitfahren am Mittwoch alles beim Alten. Raymond Poulidors Enkel Mathieu van der Poel fährt weiter im Gelben Trikot durchs Land (die Wertungen)* und liegt in der Gesamtwertung acht Sekunden vor dem französischen Weltmeister Julian Alaphilippe. Dritter ist Ex-Giro-Sieger Richard Carapaz 31 Sekunden zurück.

Die letzten beiden Jahre war Cavendish bei der Tour gar nicht mehr berücksichtigt worden. Und auch in diesem Jahr rückte der Mann von der Isle of Man erst ins Deceuninck-Team, nachdem der Ire Sam Bennett wegen einer Knieverletzung verzichtete. Die Karriere des Ex-Weltmeisters schien langsam auszutrudeln, schließlich hatte er seit 2016 keine Tour-Etappe mehr gewonnen. Das sollte sich am Dienstag ändern.

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Fahrerstreik: Zu enge Straßen und ein Massensprint mit Abfahrt

Das sportliche Geschehen rückte aber zunächst in den Hintergrund, denn das Sturz-Chaos vom Vortag sorgte weiter für Aufregung. So traten die Fahrer unter Führung von Greipel 900 Meter nach dem Start in Redon kurzzeitig in den Streik und forderten einen Dialog aller Beteiligter. Viel zu enge Straßen, unnötige Abfahrten vor einem Massensprint - die schlimmen Stürze seien nach Meinung der Akteure mitunter vermeidbar gewesen.

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«Die Tour ist erst zwei Tage alt und ich fühle mich, als ob ich schon zwei Wochen unterwegs wäre. Mental und körperlich sind wir alle gezeichnet», schimpfte der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der bereits in mehrere Stürze verwickelt war. Besonders schlimm hat es Martins Kapitän Primoz Roglic erwischt. Der Vorjahreszweite und Mitfavorit stieg völlig zugepflastert am ganzen Körper wieder aufs Rad. Für andere wie Sprintstar Caleb Ewan ist die Rundfahrt bereits beendet.

Peter Sagan geht arg lädiert auf die vierte Etappe

Die Kritik richtet sich gegen den Veranstalter ASO, aber vor allem gegen den Weltverband. «Die UCI hat ihre eigenen Regeln nicht befolgt», betonte Bora-Teamchef Ralph Denk*. «Es ging bergab im Finale, die Zielgerade hatte einen Knick. Das sollte alles nicht sein. Wenn man den Schuldigen sucht, dann ist es die UCI.»

Schuld hin oder her. Das Feld der Sprinter – auch der dreimalige Weltmeister Peter Sagan oder der Franzose Arnaud Dèmare gingen schon schmerzhaft zu Boden* – ist bereits arg dezimiert oder lädiert. Das eröffnet anderen die Chance auf Top-Plätze wie etwa Altstar Cavendish.

Beim Einzelzeitfahren sind die Favoriten auf den Gesamtsieg gefragt

Am Mittwoch bleibt die Tour de France 2021 von schrecklichen Massenstürzen ganz sicher verschont, wenn das Einzelzeitfahren von Changé nach Laval über 27,2 Kilometer ansteht. Dann sind die Anwärter auf den Gesamtsieg gefordert. Schließlich kann es bereits zu größeren Zeitabständen kommen. Gute Chancen, das Gelbe Trikot zurückzuerobern, hat dann Alaphilippe, der als passabler Zeitfahrer gilt. Aber auch Spezialisten wie Stefan Küng (Schweiz) oder Ex-Weltmeister Tony Martin (Eschborn) dürfen auf den Tagessieg hoffen.

*Quelle: OVB-Online

OVB-Online ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerkes von Ippen-Digital

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