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Nach fünfmonatiger Auszeit

Radprofi Kämna nach Pause: „Habe mein Leben falsch gelebt“

Lennard Kämna
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Steigt nach fünfmonatiger Auszeit wieder auf's Rad: Lennard Kämna.

Radprofi Lennard Kämna will im kommenden Jahr wieder an frühere Erfolge anknüpfen.

Berlin - „Ich will versuchen, wieder auf mein altes Niveau zu kommen. Das wird ein langer Weg, da habe ich noch ordentlich Arbeit vor mir. Aber ich weiß, dass ich es schaffen kann“, sagte der 25-Jährige in einem Interview des „Weser-Kurier“.

Der Profi des deutschen Teams Bora-hansgrohe hatte Ende Mai auch wegen mentaler Probleme eine fünfmonatige Auszeit einlegt und will nun beim Mountainbikerennen Cape Epic in Südafrika von Sonntag an bis zum 24. Oktober sein Comeback geben.

Ein Grund für seine mentalen Problemen sei bei Rückschlägen die fehlende innere Balance gewesen. „Ich habe die Zeit, in denen ich aus meinem Tunnel als Leistungssportler raus musste, nicht gut verkraftet. Und das sind dann immer größere Ausschläge geworden – auf der einen Seite dieses total fokussierte Training, auf der anderen Seite die Zeit, in der ich nicht trainiert habe“, sagte Kämna.

Nie „die totale Befriedigung“

In der Pause habe er einen Segelschein gemacht und viel Zeit mit seiner Familie und Freunden verbracht. Eine Erkenntnis: Wenn alles super läuft, kommt er damit klar. „Aber sobald es Schwierigkeiten gibt, habe ich Probleme, mir Befriedigung abseits des Sports zu holen. Ich habe es verpasst, mich für andere Dinge zu öffnen, andere Interessen zu entwickeln. Ich habe mein Leben falsch gelebt“, berichtete Kämna.

Selbst der Etappensieg bei der Tour de France im September 2020 habe ihn nicht dauerhaft glücklich gemacht. Auch nach einem Erfolg empfinde er nie „die totale Befriedigung.“ In Zukunft wolle er einige Dinge anders machen. „Ich habe mir in den letzten Wochen viele Freunde und die Familie eingeladen, um mit ihnen Zeit zu verbringen. Das ist bei mir extrem wenig vorgekommen in den vergangenen Jahren. Und ich merke heute, wie sehr mir das gefehlt hat. Ich will diese Zeit in meinen Leistungssport integrieren. Weil ich hoffe, dadurch ausgeglichener und glücklicher zu werden“, sagte Kämna. dpa

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