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Straßenrad-Europameisterschaft

EM statt Olympia: Geschkes Comeback im Deutschland-Trikot

Simon Geschke
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Bei der Rad-EM als deutscher Kapitän dabei: Simon Geschke.

Geimpft und Genesen. Diesmal sollte bei Simon Geschkes Start im Trikot der Rad-Nationalmannschaft wirklich nichts dazwischen kommen. Der Routinier soll beim EM-Rennen das junge Team führen.

Trient - Dem obligatorischen PCR-Tests blickt Simon Geschke mittlerweile gelassen entgegen. Schließlich ist er nun ein 2G-Radprofi - geimpft und genesen.

Und so kommt der Berliner anderthalb Monate nach dem Ende seiner olympischen Corona-Tortur doch noch zu einem Start im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Am Sonntag ist er im EM-Straßenrennen in Trient Kapitän einer sehr jungen Mannschaft, die im Norden Italiens Erfahrung sammeln soll.

„Viele von den Fahrern sind noch keine großen Rennen gefahren. Ich möchte ihnen ein wenig die Nervosität nehmen und meine Erfahrung weitergeben. Die großen Eintagesrennen sind schon sehr speziell“, sagte Geschke der Deutschen Presse-Agentur. Mit acht Starts bei Weltmeisterschaften und einem bei den Olympischen Spielen bringt der 35-Jährige alles für einen Capitaine de Route mit.

Olympia abgehakt

Dass es nicht zwei Olympia-Starts geworden sind, hat Geschke abgehakt. „Ich probiere, gar nicht mehr daran zu denken“, sagte der Cofidis-Profi. Acht Tage verbrachte Geschke Ende Juli in einem heruntergekommenen Quarantäne-Hotel in Tokio, nachdem er am Tag vor dem Straßenrennen trotz vorheriger Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Im Nebeneffekt wurde er weltweit bekannt, gab TV-Sendern aus Europa, Asien und Australien Interviews.

Der Trubel hat sich mittlerweile gelegt und Geschke ist zurück im normalen Leben eines Radprofis. Am Mittwochabend fuhr er noch ein Kriterium in Österreich, am Freitag reist er nach Trient. Und trotz seiner Zwangspause in Japan, durch die er fast zwei Wochen nicht vernünftig trainieren konnte, fuhr Geschke jüngst seine besten beiden Ergebnisse der Saison ein. Platz sieben bei einem Eintagesrennen in der Normandie, Platz zwei auf einer Etappe der Tour de Limousin in Zentralfrankreich.

„Die Resultate waren schön, aber momentan fühlt es sich ein wenig unbeständig an. Es ist ein Wechsel zwischen guten und schlechten Tagen auf dem Rad. Und ich bin selbst gespannt, wie es weitergeht“, sagte Geschke. Im gut 180 Kilometer langen EM-Rennen wird er vor allem als Organisator und verlängerter Arm des Sportlichen Leiters Jens Zemke gefragt sein.

Junges Duo dabei

Für ein Ergebnis schickt der Bund Deutscher Radfahrer Jonas Rutsch und Jannik Steimle auf den Kurs. Wobei auch das Duo noch jung ist und Erfahrungen sammeln soll. „Zu den Favoriten zählen wir nicht, aber trotzdem wollen wir ergebnisorientiert fahren und stecken uns hohe Ziele. Von daher peilen wir die Top Ten an, das wäre absolut top“, sagte Geschke. Coach Zemke erwartet „ein spannendes Rennen durch unseren Mix aus routinierten Profis und starken Nachwuchsfahrern“.

Die Favoriten kommen aus anderen Nationen. Der Belgier Remco Evenepoel wird bei der Heim-WM Ende des Monats nur als Helfer eingesetzt und will deshalb vorher unbedingt Europameister werden. Die weiteren Sieg-Anwärter sind Tour-Sieger Tadej Pogacar aus Slowenien, der Portugiese Joao Almeida, der slowakische Ex-Weltmeister Peter Sagan sowie die Italiener Gianni Moscon und Matteo Trentin. dpa

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