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European Championships

Drei weitere EM-Titel für Bahnrad-Sportler

Mieke Kröger
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Mieke Kröger holt EM-Gold über 3000 Meter in der Einzelverfolgung.

Die Titeljagd der deutschen Bahnradsportler bei den Europameisterschaften geht weiter. Am zweiten Wettkampftag holen Mieke Kröger, Emma Hinze und überraschend Nicolas Heinrich jeweils Gold.

München - Die deutschen Bahnrad-Sportler haben bei den Europameisterschaften in München ihre Erfolgsserie fortgesetzt.

Nach den Siegen in den Team-Entscheidungen gewannen Mieke Kröger aus Bielefeld in der 3000-Meter-Einerverfolgung und die Cottbuserin Emma Hinze im 500-Meter-Zeitfahren jeweils ihren zweiten Titel. Zudem gelang Nicolas Heinrich aus Chemnitz mit Gold in der 4000-Meter-Einerverfolgung ein Überraschungscoup.

Emma Hinze jubelt über den EM-Titel.

Zum Abschluss des zweiten Entscheidungstags wurde Moritz Malcharek (Berlin) Zweiter im Scratch-Rennen über 15 Kilometer. Damit hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) auf dem Oval in der Messe München bereits fünf EM-Titel und einmal Silber gewonnen.

Kröger besiegt Brennauer im deutschen Finale

In einem deutschen Finale besiegte Mieke Kröger unerwartet Weltmeisterin Lisa Brennauer. In 3:22,469 Minuten war die 29-Jährige um 1,097 Sekunden schneller als ihre fünf Jahre ältere Teamkollegin aus Durach, die zum Abschluss ihrer Bahn-Karriere einen Erfolg verpasste. „So sehr ich die Team-Disziplin mag, einen Einzeltitel zu gewinnen, tut der Seele ganz schön gut“, sagte die neue Europameisterin.

Brennauer, die zum Abschluss ihrer Bahnkarriere die Krönung mit einem weiteren Titel verpasste, nahm die Niederlage nicht allzu schwer. „Ich bin wieder ein super Rennen gefahren und kann echt zufrieden sein über diesen wahnsinnstollen Abschluss“, sagte sie. „Wenn mich eine schlagen darf, dann sie natürlich. Ich freue mich auch für Mieke. Sie hat es verdient, sie hatte heute die schnelleren Beine.“

Rekord durch Hinze

Schnelle Beine hatte auch Emma Hinze. Im Zeitfahr-Finale verbesserte die Sprint-Weltmeisterin ihren deutschen Rekord auf 32,668 Sekunden, nachdem sie am Vormittag in der Qualifikation mit 32,732 Sekunden eine nationale Bestmarke aufgestellt hatte. „Ich hatte das nicht erwartet, denn das ist fast eine Sekunde schneller als meine Bestzeit. Es lief einfach irgendwie gut. Es ist auf jeden Fall echt cool“, sagte sie über ihre Rekordfahrten.

Heinrich überrascht

Für eine große Überraschung sorgte indes Nicolas Heinrich. Der 20 Jahre alte U23-Europameister gewann in 4:09,320 Sekunden das Finale in der Einerverfolgung gegen den Italiener Davide Plebani, nachdem er bereits in der Qualifikation in 4:08,995 Minuten die beste Zeit vorgelegt hatte. „Unbeschreiblich. Das Publikum war großartig. Für mich ein perfekter Tag“, sagte der Bundespolizist. dpa

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