HANDBALL-WELTMEISTERSCHAFT IN DEUTSCHLAND/DÄNEMARK HÖCHTWAHRSCHEINLICH IM FREE-TV

Prokop plant ein neues Wintermärchen

Vorfreude auf die Heim-WM: Bundestrainer Prokop. dpa

Köln – Grünes Licht für die Übertragung im Free-TV, der Blick der deutschen Handballer kann sich vor der Heim-WM nun ausschließlich auf das Sportliche richten.

„Die Vorfreude steigt extrem, wir müssen hungrig und gierig nach Erfolg auftreten“, sagte Christian Prokop bei einem Medientermin in Köln.

Kurz zuvor hatte auch der Bundestrainer mit Wohlwollen vernommen, dass die deutschen Fans das gemeinsam mit Dänemark ausgerichtete Turnier höchstwahrscheinlich im Free-TV verfolgen können. „Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass ein reichweitenstarker Sender, das heißt ARD, ZDF oder ein frei empfangbarer privater Sender, die Rechte bekommt und die WM in Deutschland damit im Free-TV zu sehen sein wird“, sagte Mark Schober, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Handballbundes (DHB).

In der voranschreitenden Vorbereitung auf das Großereignis mit den deutschen Spielorten in Berlin, Hamburg, München und Köln hat der DHB eine Großbaustelle damit (fast) geschlossen. Schon „relativ bald“ soll nach Einschätzung von DHB-Präsident Andreas Michelmann eine Lösung präsentiert werden, welche zwölf Jahre nach dem letzten WM-Triumph ein erneutes Wintermärchens in die deutschen Wohnzimmer transportieren soll.

Bei den beiden vergangenen Weltmeisterschaften 2015 und 2017 waren deutsche Fernsehzuschauer ohne Pay-TV wegen gescheiterter Verhandlungen leer ausgegangen. 2015 sprang kurzfristig der Bezahlsender Sky ein, 2017 wurden die Spiele von einem DHB-Sponsor im Internet übertragen.

Prokop und seine Mannschaft dürfen ab 10. Januar 2019 auf deutlich mehr Aufmerksamkeit hoffen, wenn in Berlin das Eröffnungsspiel gegen Südkorea ansteht. Das liegt auch an der sportlichen Brisanz für den 39-Jährigen, der nach dem enttäuschenden neunten Platz bei der EM 2017 unter besonderer Beobachtung steht.  sid

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