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Das Norovirus – der Schrecken des Olympia-Reporters

Es fängt angeblich mit einem Bauchgrummeln an. Zusammen mit leichter Übelkeit.

Bald darauf kommen dann die ersten Fieberschübe. Und am Ende liegt man tagelang flach. Gepeinigt von permanentem Brechdurchfall.

So sieht die aktuelle Schreckensvision der Olympiareporter aus. Denn in Pyeongchang geht seit einer Woche das hochaggressive Norovirus um. Sogar die Olympiaorganisatoren haben per E-Mails an alle Journalisten nachdrückliche Warnungen verbreitet. Die jüngsten Zahlen: 128 Fälle in der Region Pyeongchang, das bedeutet einen Anstieg von 31 Prozent. Innerhalb eines Tages! – Tendenz steigend.

Zunächst war vor allem das Wachpersonal betroffen, weswegen vorsichtshalber bereits 1200 Securities ausgetauscht wurden. Doch inzwischen hat das heimtückische Virus aus der Familie der Culiciviridae auch auf das Pressezentrum übergegriffen. Erwischt hat es österreichische Kollegen – die Organisatoren reagierten inzwischen mit verstärkten Hygienevorkehrungen. So müssen die Besucher der Kantinen in den Mediengebäuden zunächst ihre Hände mit einer medizinischen Flüssigkeit desinfizieren.  

Nicht eben aufbauend hörte sich dabei die Leidensgeschichte der Kollegin H. aus Ulm an. Sie infizierte sich vor einigen Jahren. Die Folge: Ohnmacht vor der verschlossenen Zugtoilette, unappetitlichste Begleiterscheinungen, Dehydrierung, Krankenhaus. Wer sich das Norovirus in Pyeongchang einfängt, kann also einpacken, als Olympia-Reporter.

Es herrscht unverkennbare Alarmstimmung im Pressezentrum. Begrüßungen per Handschlag werden vermieden, Türen mit dem Ellenbogen geöffnet, man trägt Handschuhe, meidet sanitäre Anlagen. Die japanischen Kollegen wappnen sich mit Mundschutz.

Doch ob das reicht? Man muss kein Hypochonder sein, um in diesen olympischen Tagen immer wieder in sich hineinzuhorchen, sein Körpergefühl zu aktivieren, eine Art Symptomcheck vorzunehmen. Fühlt man bereits die ersten Anzeichen der Krankheit? Ist da nicht was in der Magengegend? Lag’s wirklich nur an der scharfen Kohlbeilage, dass einem das Essen nicht schmeckte? Und: Warum ist einem plötzlich so heiß? Da gilt es, ganz ruhig zu bleiben. Nur nicht überreagieren. Ja nicht psychisch vor dem Virus in die Knie gehen.

Wie es mir geht? Ganz gut, eigentlich. Wenn da nur nicht dieses komische Bauchgrummeln wäre . . . Armin Gibis

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