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Rekordnationalspieler kritisiert DFB

Matthäus beobachtete Infantino-Neuendorf-Treffen in der VIP-Loge: „Wie glaubwürdig ist der DFB?“

  • VonStefan Schmid
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DFB-Präsident Bernd Neuendorf muss nach dem WM-Aus wichtige Entscheidungen treffen. Nun könnte ihn eine Matthäus-Beobachtung in die Bredouille bringen.

München/Doha - Beim DFB steht nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2022 nun alles auf dem Prüfstand. Über möglicherweise nötige Personaländerungen muss der Präsident, Bernd Neuendorf, entscheiden, der gemeinhin als meinungsstark und integer gilt. Was der DFB-Chef gerade am allerwenigsten gebrauchen kann, sind Störfeuer, doch genau ein solches entfacht jetzt Lothar Matthäus. Am Rand des Spanien-Spiels soll er Neuendorf gemeinsam mit dem in der Kritik stehenden FIFA-Chef Gianni Infantino gesehen haben.

Neuendorf und Infantino spaßend in der VIP-Loge?

In seiner Kolumne bei Bild teilt Lothar Matthäus nun Beobachtungen, die er am Rande des Spiels Deutschland gegen Spanien im Al-Bayt Stadium gemacht haben will. „Wenn ich dann beim 1:1 gegen Spanien im Stadion bin und in der VIP-Loge erlebe, dass nach all dem Theater mit der Fifa DFB-Präsident Bernd Neuendorf mit Fifa-Boss Gianni Infantino redet, lacht und für Fotos mit ihm posiert – dann frage ich mich: Wie glaubwürdig ist Neuendorf, wie glaubwürdig ist der DFB?“

Bernd Neuendorf und Gianni Infantino beim Spiel Deutschland gegen Costa Rica.

Aber wie viel ist dran an den Beobachtungen von Matthäus? Fakt ist, vom Spanien-Spiel gibt es keine Fotos von Neuendorf und Infantino. Dafür entstanden am Rande der Spiele gegen Japan und Costa Rica Bilder mit den beiden, aber nur eines zeigt halbwegs eine wie von Matthäus geschilderte Situation. Selbstverständlich hat auch die Presse keinen Zugang in die VIP-Bereiche und so muss jeder für sich selbst beurteilen, wie glaubwürdig er die Ausführungen des deutschen Rekordnationalspielers hält.

DFB-Präsident Neuendorf unter Druck

Wie das tatsächliche Geschehen auch gewesen sein möge, Gerede um eine Klüngelei mit Infantino ist das letzte, was Neuendorf jetzt gebrauchen kann. Der DFB-Präsident wurde erst im März in sein Amt gewählt und gilt als geradliniger Mensch, der Klartext spricht und dem jetzt die Rolle des Krisen-Managers im DFB zukommt. Dazu kommt, dass Neuendorf bereits öffentlich bekannt gab, Infantino die Unterstützung bei dessen potenzieller Wiederwahl zu versagen.

Auf der anderen Seite erteilte Neuendorf einem kompletten Kontaktabbruch mit Infantino gegenüber MagentaTV bereits eine Absage. „Das wäre auch unprofessionell“, so der DFB-Chef. Ohnehin dürften sich nach dem WM-Aus die Kräfte von Neuendorf aber verstärkt nach innen richten, wo nun vor allem Oliver Bierhoff um seinen Job bangen muss. (sch)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Moritz Mueller

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