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"Müssen den Relegations-Gegner weghauen"

Dominik Reinhardt (r.) ist vom Club an Augsburg ausgeliehen
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Dominik Reinhardt (r.) ist vom Club an Augsburg ausgeliehen

Augsburg - Noch kennt der FC Augsburg nicht einmal den Gegner, doch für die Entscheidung im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga stimmt sich der Außenseiter schon einmal mächtig ein.

“Egal, wer jetzt kommt: Wir müssen ihn weghauen“, forderte Verteidiger Dominik Reinhardt mit breiter Brust, nachdem sich die Schwaben am Sonntag nach ihrem 1:0-Sieg im Prestigegipfel gegen die Münchner “Löwen“ noch ausschweifend in der Fankurve hatten feiern lassen. Am 13. und 16. Mai entscheidet sich in zwei Endspielen die sportliche Zukunft des Zweitligisten, der in der Relegation zuerst auswärts beim Tabellen-16. der Bundesliga antreten muss. “Das ist ein Vorteil, weil wir dann zu Hause den Sack zumachen können“, mutmaßte Michael Thurk, der mit 23 Treffern bester Zweitliga-Torschütze ist.

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In der Verlosung als mögliche Gegner sind vor dem letzten Spieltag mit Hannover 96, dem 1. FC Nürnberg und dem VfL Bochum gleich noch drei Kandidaten. “Die ganze Stadt, die ganze Region lebt jetzt für diese zwei Spiele“, sagte Trainer Jos Luhukay. “Völlig egal, wer es wird: Der Erstligist ist Favorit. Aber wir werden diese Herausforderung annehmen und alles aus uns herausholen“, erklärte der niederländische Erfolgscoach. “Platz drei ist die Krönung einer fantastischen Saison. Jetzt können wir mit dem Aufstieg einen drauf setzen.“

Lange hatte es am vorletzten Spieltag sogar noch rosiger für den FCA ausgesehen. Zur Halbzeit führte am Sonntag die SpVgg Greuther Fürth mit 1:0 gegen St. Pauli - und die Schwaben witterten im Kampf um den fast schon abgeschriebenen Tabellenplatz zwei wieder etwas Morgenluft. Doch alle Hoffnungen zerplatzten jäh: Den Rückstand drehten die Hamburger noch in einen deutlichen 4:1-Erfolg. “Wir haben schon mit Schützenhilfe aus Fürth gerechnet und auch darauf gehofft“, gestand Reinhardt. “Aber Pauli ist verdient aufgestiegen. Sie haben sich das einfach nicht mehr nehmen lassen“, befand Mittelfeldspieler Daniel Baier.

Der eigene Erfolg im bayerischen Derby geriet am Ende fast zur Randnotiz, war aber durchaus von Bedeutung: Schon bei einem Remis wäre Fortuna Düsseldorf noch mal bedrohlich nah an den dritten Platz herangerückt. “Wir haben in der Halbzeitpause die Ergebnisse mitgeteilt bekommen und haben nicht nur auf Rang zwei geschaut, sondern auch auf Düsseldorf“, sagte Luhukay. Nach einer schwachen Anfangsphase wehrte Jens Hegeler den rheinländischen Fernangriff schließlich mit seinem goldenen Treffer zum 1:0 ab.

In der 67. Minute schraubte sich der Defensivspezialist im Strafraum am höchsten und köpfte eine Flanke von Ibrahima Traoré mit dem Rücken zum Tor stehend sehenswert an die Unterkante der Latte, von wo der Ball ins Gehäuse sprang. Für Hegeler war es der erste Treffer im Profifußball überhaupt - für den FCA womöglich zugleich sein letzter. Am Saisonende kehrt der Leihspieler zu seinem Heimatclub Bayer Leverkusen zurück. “Ich hatte eine sehr schöne Zeit hier, und die will ich jetzt mit dem Aufstieg krönen!“, sagte der 22- Jährige.

dpa

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