Viertligist kämpft 90 Minuten 

Rödinghausen tapfer, Bayern kommt weiter - Rekordmeister entgeht Verlängerung

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SV Rödinghausen gegen FC Bayern München.

Der FC Bayern startet im Pokal beim krassen Außenseiter Rödinghausen konzentriert und führt schnell mit 2:0. Danach leisten sich die Münchner aber einige Schwächen - und müssen am Ende zittern.

Mit dem zweiten Anzug und einiger Mühe hat Rekordmeister Bayern München das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Ohne ein halbes Dutzend verletzter oder angeschlagener Stars setzte sich das weiter nach seiner Souveränität suchende Team von Trainer Niko Kovac beim Regionalligisten SV Rödinghausen mit 2:1 (2:0) durch.

Sandro Wagner (8.) und Thomas Müller (13., Foulelfmeter) erzielten die Treffer für den Rekordpokalsieger, der sein drittes Pflichtspiel in Folge gewann. Nach dem Seitenwechsel sorgte der Underdog durch Linus Meyer (49.) noch einmal für Spannung. Renato Sanches war zuvor mit einem Foulelfmeter an der Latte gescheitert (23.), der Portugiese vergab damit die große Chance, die Partie frühzeitig zugunsten des haushohen Favoriten zu entscheiden.

"Wir sind weiter. Aber auf welche Weise wir das geschafft haben, hat jeder gesehen“, sagte Müller

"Wir sind weiter. Aber auf welche Weise wir das geschafft haben, hat jeder gesehen", sagte ein bedienter Thomas Müller in der ARD: "Jeder Spieler muss sich darüber Gedanken machen. Nach dem verschossenen Elfmeter sind wir eingebrochen, wurden nervös, machten Fehler. Das kann nicht unser Anspruch sein."

Letztlich blieben die Münchner im Ausweichstadion an der Bremer Brücke in Osnabrück aber im 28. Auswärtsspiel nacheinander im Cup-Wettbewerb erfolgreich und bauten damit ihren Rekord aus. Zudem überwintert der FC Bayern zum zwölften Mal in Folge im DFB-Pokal, das Achtelfinale steigt erst am 5./6. Februar 2019.

In der ersten Runde hatten die Bayern, die am 25. Mai im Berliner Olympiastadion zum 19. Mal den DFB-Pokal in Händen halten wollen, mit 1:0 beim Viertligisten SV Drochtersen/Assel gerade noch eine Blamage verhindert.

Auch mit dem Tabellenfünften der Regionalliga West machte der Favorit vier Tage vor dem Ligaspiel gegen den SC Freiburg keinen kurzen Prozess - wohl auch, weil in James (Erkältung), Jerome Boateng (Magen-Darm), Arjen Robben (Rücken-Blockade), Mats Hummels (Adduktoren-Probleme), Corentin Tolisso (Kreuzbandriss) und Kingsley Coman (Syndesmoseriss) wichtige Stützen fehlten.

Kovac schonte Lewandowski

Zudem ließ Kovac Korsettstangen wie Torjäger Robert Lewandowski und Nationalspieler Joshua Kimmich zunächst auf der Bank, dort nahm auch der zuletzt starke Serge Gnabry Platz. Neben dem illustren Trio saßen die weitgehend unbekannten Nachwuchskräfte Meritan Shabani, Paul Will, Wooyeong Jeong sowie die etatmäßige Nummer drei Christian Früchtl.

Bei lediglich vier Grad und teils heftigem Regen kamen die Bayern schnell auf Betriebstemperatur. Nach einer schönen Kombination spitzelte Sanches den Ball in die Mitte zu Lewandowski-Ersatz Wagner, der aus wenigen Metern zur Führung einschob. Nur fünf Minuten darauf drang Sanches mit dem Ball in den Strafraum ein, Schiedsrichter Timo Gerach entschied auf Elfmeter.

Kurz darauf wurde der einschussbereite Nationalspieler Leon Goretzka, dessen Einsatz ebenfalls lange infrage stand, zu Fall gebracht. Sanches drosch den Ball an die Latte - und verlieh Rödinghausen damit frischen Elan. In der 25. Minute hatte Simon Engelmann die erste Chance, auf Flanke von Kelvin Lunga belohnte der gedankenschnelle Meyer den SVR. Der FC Bayern gewann in der Folge wieder die Spielkontrolle, die kompakte Rödinghausener Abwehr machte es dem Favoriten aber weiter schwer.

Alle Informationen zum Spiel finden Sie auch bei owl24.de*

SID

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