Wunschspieler wechselte zu Schalke

Rangnick verrät: Darum scheiterte der Rudy-Transfer zu RB

Ralf Rangnick äußert sich zum gescheiterten Wechsel von Sebastian Rudy zu RB Leipzig.

Der FC Schalke 04 gelang Ende der Transferperiode mit Sebastian Rudy ein echter Transfer-Coup. Auch RB Leipzig galt lange als interessiert. Ralf Rangnick verrät, warum der Deal scheiterte.

Leipzig - RB Leipzig galt im Sommer lange als aussichtsreichster Kandidat auf die Verpflichtung von Sebastian Rudy. Nachdem der ehemalige Spieler des FC Bayern angeblich bereits auf dem Trainingsgelände der Sachsen gesichtet worden war, zerschlug sich der Transfer jedoch relativ schnell und Rudy wechselte zum Bundesliga-Rivalen FC Schalke 04

RB-Coach Ralf Rangnick verriet nun im Interview mit der Sport Bild, warum sich die „Bullen“ am Ende doch gegen ihren Wunschspieler entschieden haben: „Als sich die Chance auf Sebastian Rudy ergeben hat, haben wir uns sehr um ihn bemüht. Sportlich hätte er uns jetzt gut zu Gesicht gestanden. Es war für uns jedoch immer klar, dass es am Ende nur um eine Leihe mit Kaufoption gehen kann“, sagte Rangnick und führte weiter aus: „Alles andere wäre für uns weder finanziell noch sportlich vernünftig gewesen, noch ist es der Weg von RB.“

RB Leipzig: Rudy-Paket hätte 50 Millionen Euro gekostet

Bereits am Montag hatte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im kicker erklärt, dass eine Verpflichtung Rudys kein guter Deal für die Leipziger gewesen wäre: „Ich hinterfrage lieber zweimal mehr als einmal zu wenig. Und ich schlafe auch lieber mal eine Nacht drüber, auch auf die Gefahr hin, dass jemand anders vielleicht schneller ist und zuschlägt.“

Nach der Hochrechnung des RB-Verantwortlichen hätte der Deal ein Volumen von circa 50 Millionen Euro gehabt. Dabei sind Ablöse, Gehalt und etwaige Boni miteinberechnet. 

Der FC Schalke schreckte vor dem Paket von Rudy nicht zurück. Die „Königsblauen“ ließen sich den Ex-Münchner einen Sockelbetrag von 16,5 Millionen Euro kosten. Damit stieg der 28-Jährige zum drittteuersten Transfer der Vereinshistorie auf. Besonders Trainer Domenico Tedesco, soll sich um den Mittelfeldspieler bemüht haben.

FC Schalke 04: Tedesco fordert Zeit für Rudy

Trotzdem stehen die „Knappen“ nach den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen alles andere als gut dar. Nach der Auftaktpleite in Wolfsburg setzte es auch in der heimischen Veltins-Arena gegen Hertha BSC eine 0:2-Niederlage. Rudy spielte direkt von Beginn an, konnte jedoch noch nicht wirklich überzeugen. 

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Tedesco schraubte in der Sport Bild die Erwartungen an den Neuzugang herunter: „Er muss auf Schalke nach sieben Jahren Stuttgart, sieben Jahren Hoffenheim und einem Jahr München ankommen, daher sollte man ihm nicht gleich am Anfang einen zu großen Rucksack aufbinden“, so 33-Jährige, der vergangene Saison Zweiter bei der Wahl zum Trainer des Jahres wurde: „Er ist auf einem guten Weg. Dass er ein Leader sein kann, liegt auf der Hand.“

Update vom 3. Oktober 2018: Ohne Rudy geht es in die Europa League, wo RB Leipzig auf Rosenborg Trondheim trifft. Das Spiel ist im Live-Stream zu sehen, erklärt tz.de*.

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tlm

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