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Blitz-Abgang

Nianzou-Transfer fix! FC Bayern verkauft „eines der größten Talente in Europa“ und sichert sich Rückhol-Option

  • Antonio José Riether
    VonAntonio José Riether
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Der FC Bayern München hat den Transfer von Tanguy Nianzou bestätigt. Das Abwehr-Talent wechselt für eine hohe Ablöse zum FC Sevilla.

Update vom 17. August, 17.20 Uhr: Jetzt hat der FC Bayern den Transfer offiziell bestätigt. Tanguy Nianzou wechselt nach Spanien zum FC Sevilla und unterschreibt bei den Andalusiern einen Vertrag bis 2027. Die Bayern erhalten laut Kicker 20 Millionen Euro Ablöse für das 20-jährige Abwehr-Talent, zudem sicherten sich die Münchner eine Rückhol-Option.

„Wir haben Tanguy Nianzou vor zwei Jahren verpflichtet, weil wir an sein großes Potential glauben. Daran hat sich nichts geändert“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic in der Klubmitteilung vom Mittwoch. „Aktuell sind wir aber in unserer Defensive sehr gut und flexibel besetzt. Es war nun der ausdrückliche Wunsch des Spielers, mehr Einsätze zu erhalten. Die Chance auf mehr Spielzeit in dieser Phase seiner Karriere wollten wir ihm geben und haben uns deshalb mit dem FC Sevilla auf einen Wechsel geeinigt. Wir werden Tanguys Entwicklung genau beobachten, denn der FC Bayern hat die Option, ihn nach München zurückzuholen. Der FC Sevilla bekommt einen tollen und sehr talentierten Jungen.“

Nianzou kam vor zwei Jahren ablösefrei von Paris Saint-Germain. Salihamidzic freute sich damals über „eines der größten Talente in Europa“. Diese Erwartungen konnte der Franzose zu keiner Zeit erfüllen und kam nur auf 28 Pflichtspiele und ein Tor für die Bayern.

FC Bayern: Nianzou-Transfer vor Abschluss – Medizincheck in Sevilla

Update vom 17. August, 09.33 Uhr: Am Dienstag reiste Tanguy Nianzou mit seiner Entourage nach Spanien, um seinen Medizincheck beim FC Sevilla zu absolvieren und folglich einen Vertrag beim Rekord-Europa-League-Sieger zu unterschreiben. Wie Videos und Fotos auf Twitter zeigen, landete der 20-jährige Innenverteidiger am Flughafen Sevilla. Nun müssen nur noch Details geklärt werden, darunter etwa die Einzelheiten zum Weiterverkaufsrecht, das sich die Bayern für den Franzosen sichern wollen sowie die Ablöse, die rund 20 Millionen Euro betragen soll.

Update vom 16. August, 15.48 Uhr: Das ging nun aber doch recht fix! Wie Transfer-Papst Fabrizio Romano berichtet, sind sich der FC Bayern und der FC Sevilla über einen Wechsel von Tanguy Nianzou einig.

Demnach kassieren die Münchner 20 Millionen für den Innenverteidiger, der bei den Andalusiern einen Vertrag bis 2027 unterschreibt. Die Bayern besitzen aber eine Rückkaufoption. Zudem soll in Kürze der Medizincheck anstehen.

FC Bayern: Flüchtet Abwehr-Talent Tanguy Nianzou nach Spanien?

Erstmeldung vom 16. August, 11:34 Uhr : München - Der Saisonauftakt des FC Bayern kann sich sehen lassen. Nach dem 5:3-Supercup-Sieg über Leipzig starteten die Münchner mit zwei Dreiern in die neue Bundesliga-Spielzeit. Am bisherigen Torverhältnis von 8:1 lässt sich bereits ablesen, dass die Bayern eine intakte Abwehr stellen. Trainer Julian Nagelsmann setzt in der Innenverteidigung auf das Duo Lucas Hernández und Dayot Upamecano, dafür muss sich sogar 67-Millionen-Neuzugang Matthijs de Ligt hinten anstellen. Somit hat Abwehr-Talent Tanguy Nianzou derzeit einen noch schwereren Stand als zuvor, nun könnte er wechseln.

Abschiedshandschlag? Tanguy Nianzou (l.) könnte den FC Bayern verlassen.

Tanguy Nianzou nur noch Innenverteidiger Nummer vier – 20-Jähriger mit wenig Spielzeit

Der Franzose Nianzou kam im Sommer 2020 ablösefrei als große Nachwuchshoffnung von Paris Saint-Germain, was bei den Hauptstädtern angesichts seines Talents für Frust sorgte. Der 20-Jährige sollte bei den Bayern an die erste Mannschaft herangeführt werden. In seiner ersten Saison bremsten ihn jedoch Verletzungen, weshalb er nur zu sechs Einsätzen kam. In seiner zweiten Spielzeit lief er immerhin 22-mal auf, davon sogar viermal in der Champions League. Doch richtig durchsetzen konnte sich der Franzose beim Rekordmeister nicht.

In dieser Saison verschlechterte sich die Situation des U20-Nationalspielers sogar noch, durch den Transfer von Star-Verteidiger Matthijs de Ligt rutschte er in der Hierarchie weiter runter – und blieb diese Saison noch ohne Einsatzminute. Drei Innenverteidiger sind also aktuell vor Nianzou, hinzu kommt Rechtsverteidiger Benjamin Pavard, der ebenfalls auf der zentraleren Position spielen kann. Dieser Umstand bewegt die Bayern nun offenbar dazu, den gebürtigen Pariser abzugeben.

Tanguy Nianzou nach Spanien? Transfer-Experte berichtet von „fortgeschrittenen Gesprächen“

Wie der bekanntermaßen gut informierte Transferexperte Fabrizio Romano schreibt, soll Nianzou vor einem Wechsel ins Ausland stehen. Der spanische Erstligist FC Sevilla soll demnach um den 1,91-Meter-Mann werben. Wie Romano schreibt, sollen sich beide Seiten sogar in „fortgeschrittenen Gesprächen“ befinden. Angeblich laufen die Verhandlungen mit den Münchnern bereits, Sevilla will den Transfer noch in der laufenden Woche abschließen. Nach tz-Informationen soll der Deal im Idealfall eine Rückkaufoption sowie eine finanzielle Beteiligung an einem möglichen Weiterverkauf umfassen.

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Der andalusische Topklub soll Nianzous vorrangiges Ziel sein, schreibt Romano weiter, weshalb die Gespräche gut voranschreiten. Nun kommt es offenbar erneut auf das Verhandlungsgeschick von Hasan Salihamidzic an, der diesen Sommer schon Reservisten wie Omar Richards (8,5 Millionen Euro), Marc Roca (12 Millionen Euro) und Chris Richards (12 Millionen Euro) für relativ hohe Beträge verhökerte.

Nianzou, der noch bis Sommer 2024 vertraglich an den FC Bayern gebunden ist, könnte also weiteres Geld in die Kassen spülen. Ob sich der Kader in diesem Sommer noch durch Transfers verändert, wollten die FCB-Führungsfiguren nach dem 2:0-Heimsieg gegen Wolfsburg am Samstag nicht konkret beantworten.

„Der Transfermarkt ist noch zwei Wochen auf. Aber im Großen und Ganzen sind wir durch“, meinte Oliver Kahn. Sportvorstand Salihamidzic ließ sich ebenso wenig in die Karten blicken und meinte: „Wir schauen mal, was auf dem Transfermarkt passiert, er ist ja noch ein paar Tage geöffnet.“ Bis zur Schließung des Transferfensters am 1. September bleibt es also spannend. (ajr)

Rubriklistenbild: © Gonzales Photo/imago

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