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Zwei Ballermänner im Kampf um die Kanone

Edin Dzeko (Foto) und Stefan Kießling sind gleichauf
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Edin Dzeko (Foto) und Stefan Kießling sind gleichauf

Wolfsburg/Leverkusen - Im Kampf um die Torjäger-Kanone bleiben nur noch 90 Minuten. Zwei Stürmer reißen sich um die Trophäe. Doch zwei Außenseiter können sich noch nach ganz oben schießen.

Heiße Favoriten sind der 40-Millionen-Euro-Stürmer aus Wolfsburg und der deutsche Nationalspieler von Bayer Leverkusen. “Ganz klar“, kommentierte Dzeko vor dem Fern-Duell am Samstag: “Wenn du einen Spieltag vor Saisonende oben stehst, dann willst du auch die Kanone.“ Wie Kießling hat der Bosnier bisher 21 Treffer erzielt, weshalb Lucas Barrios (Borussia Dortmund) und Kevin Kuranyi (FC Schalke 04) mit 18 Toren nur noch Außenseiter-Chancen besitzen.

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Dzeko kann sich gegen Eintracht Frankfurt ganz auf die Jagd nach der Kanone konzentrieren. Für den VfL geht es um nichts mehr, der Angreifer darf egoistisch sein und auf Hilfe seiner Kollegen hoffen. Bei Kießling sieht das anders aus. Dem Ehrgeiz, mit Bayer die Champions League zu erreichen, hat er das Streben nach der Torjägerkanone in den vergangenen Wochen untergeordnet. “Es ist nicht so, dass ich es unbedingt werden will“, sagte Kießling vor dem letzte Spiel bei Borussia Mönchengladbach. “Wenn es kommt, ist es ein gutes Zubrot.“

Dzeko könnte Nachfolger von Grafite werden und damit für ein Novum sorgen: Noch nie haben es in der Bundesliga zwei verschiedene Spieler desselben Vereins geschafft, in aufeinanderfolgenden Jahren die Torjäger-Kanone zu gewinnen. Auf Vorlagen von Grafite, der im Vorjahr 28 Tore erzielte, muss Dzeko verzichten, denn der Brasilianer ist gesperrt. “Schade, dass ich nicht helfen kann. Ich hoffe aber sehr, dass Edin es schafft“, sagte Grafite.

Kießling wäre der erste Torschützenkönig aus Leverkusen nach Ulf Kirsten und der erste deutsche seit Miroslav Klose 2006. Mit seinen 21 Toren hat der 1,91 Meter lange Schlaks, der oft ungelenk wirkt, dazu beigetragen, dass die Werkself 17 Mal Spitzenreiter der Liga war und sicher in der Europa League spielen wird. In seinen drei bisherigen Länderspielen traf er aber nicht - dies soll sich bei der WM in Südafrika ändern.

Ungewöhnlich ist Kießlings Verbundenheit mit Leverkusen. Im März verlängerte der 26 Jahre alte Angreifer seinen bis 2012 datierten Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2015. “Für mich passt bei Bayer alles“, begründete Kießling, der 2006 aus Nürnberg an den Rhein gewechselt war, die langfristige Bindung. “In Leverkusen entsteht etwas, und ich bin ein Teil davon.“ In den ersten beiden Spielzeiten bei Bayer tat er sich noch schwer, schoss zwischen 2006 und 2008 insgesamt nur 17 Tore in 63 Erstliga-Partien.

Dzekos Zukunft ist hingegen ungewiss. Für eine festgeschriebene Ablöse von 40 Millionen Euro kann der bosnische Nationalspieler wechseln. Bisher hat sich allerdings noch kein Verein gefunden, der so viel Geld zahlen will, auch wenn der Spieler inzwischen mit einem Wechsel kokettiert. Als erfolgreichster Torjäger der Bundesliga besäße Dzeko ein weiteres Argument.

dpa

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