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Wirbel um ungeimpften FC-Bayern-Star

Der Corona-Fall Joshua Kimmich - das sind jetzt die Folgen

Joshua Kimmich
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Bayerns Joshua Kimmich steht vor einem Spiel auf dem Platz. (Archivbild)
  • Tim Niemeyer
    VonTim Niemeyer
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Jetzt hat das Corona-Virus auch Joshua Kimmich erwischt - gerade Joshua Kimmich, der durch seine Ungeimpftheit eine deutschlandweite Debatte losgetreten hat. Besonders unglücklich ist der Zeitpunkt, weil der Bayern-Spieler offenbar in den letzten Tagen intensiv mit dem Gedanken gespielt hat, sich nun doch Impfen zu lassen.

München - Ein Paukenschlag ging am Mittwoch durch die Medienwelt. Joshua Kimmich hat Corona. Gerade Joshua Kimmich. Es gibt wohl kaum einen Prominenten, dessen Ungimpftheit so viel diskutiert wurde, wie die von ebendiesem Joshua Kimmich. Doch was sind die Folgen dieses Paukenschlag.

Was bedeutet der Positivtest für Kimmich?

Die Zwangspause für den 26-Jährigen wird zunächst einmal verlängert. Kimmich musste sich als ungeimpfte Kontaktperson bereits zweimal direkt nacheinander in Quarantäne begeben. Dafür sorgte zum einen der Kontakt zu seinem geimpften Mannschafts- und Nationalmannschaftskollegen Niklas Süle. Kurz darauf folgte der Kontakt zu einer positiv getesteten Person in seinem privaten Umfeld. Der Mittelfeldspieler fehlte deshalb zuletzt in den Spielen in Augsburg und Kiew. Nun ist er selbst betroffen. Das heißt: Mindestens 14 Tage Quarantäne vom Zeitpunkt des positiven Tests an. Sollte er symptomlos bleiben, kann er sich mit einem PCR- oder Antigentest freitesten.

Was heißt das für den FC Bayern?

Im Heimspiel gegen Bielefeld und, noch viel schwerwiegender, im Spitzenspiel gegen Dortmund am 4. Dezember muss Bayern Coach Nagelsmann ohne seinen Strippenzieher im Mittelfeld planen. Ob Kimmich in der Champions League gegen Barca am 8. Dezember auflaufen kann, ist unklar. Der Ausfall tut einerseits weh, denn Kimmich ist ein Schlüsselspieler und sein Fehlen ist eine spürbare Schwächung, andererseits ist der FC Bayern durch Verletzungen, Quarantäne etc. sowieso schon personell eher dünn aufgestellt. Dadurch sind die verbliebenen Spieler einer Mehr-Belastung ausgesetzt. Für die hohen Ansprüche des FC Bayern ist die Gesamtsituation nicht förderlich.

Warum gibt es eigentlich so viel Aufregung um den Fall Kimmich?

Der Nationalspieler ist unfreiwillig zu einer Symbolfigur des Ungeimpft-Seins geworden. Im Oktober wurde Kimmichs Impfstatus bekannt, welchen er wenig später mit Bedenken über Langzeitfolgen rechtfertigte. Experten schließen langfristige Nebenwirkungen aber aus. Weit über die Fußball-Branche hinaus wurde über die Wirkung von Kimmichs zweifelhaften Aussagen mit Blick auf die Vorbildrolle des Nationalspielers diskutiert, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) meldete sich zu Wort. Die Spitze des Eisbergs erreichte der Diskurs, als einige hochrangige Politiker, unter ihnen Markus Söder, sogar ein Spielverbot für ungeimpfte Fußballprofis ins Gespräch brachte. Auch eine Gehaltskürzung wurde in diesem Rahmen diskutiert.

Was heißt das für Bundestrainer Hansi Flick?

Auch in Flicks Plänen für die WM in Katar Ende 2022 und die Zukunft der DFB-Auswahl spielt Kimmich eine wichtige Rolle. Aus einem persönlichen Gespräch berichtete Flick noch am Mittwoch, Kimmichs Tendenz gehe nun dahin, sich doch impfen zu lassen. Damit hätte er seinen Kollegen Musiala und Gnabry nachgezogen, die ebenfalls lange zu den ungeimpften Bayern-Profis zählten und ebenfalls in Quarantäne waren. Kimmich indes hat bald nach einer überstandenen Infektion als Genesener noch etwas länger Zeit, über eine Impfung nachzudenken. Mindestens ein halbes Jahr wäre er nach Angaben des Robert Koch-Instituts gegen das Virus immunisiert. Danach empfiehlt das RKI eine Impfstoffdosis.

Das heißt in spätestens sechs Monaten könnten die Fragen nach der Impfung Kimmich, den FC Bayern und Hansi Flicks Team also wieder einholen. Bis dahin hat Kimmich, der in letzter Zeit Dauerhaft im Scheinwerferlicht stand wohl aber zumindest mal ein kleine Ruhephase.

nt mit Material der dpa

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