Vertragsverlängerung bis 2022

Reinhard Grindel: DFB hatte „nie einen Plan B“ für Löw-Ersatz

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Der Vertrag mit Jogi Löw wurde bis einschließlich 2022 verlängert, nun äußerte sich Reinhard Grindel. 

Nach dem Scheitern der Nationalmannschaft bei der WM 2018 hatte es erstmals Spekulationen um einen Rücktritt von Joachim Löw gegeben. Reinhard Grindel versichert nun, dass es nie einen Plan B gab. 

Update vom 19. Dezember 2018: DFB-Präsident Reinhard Grindel hat erneut versichert, dass die Verbandsspitze zu keiner Zeit auf der Suche nach Ersatz für Fußball-Bundestrainer Joachim Löw war. „Es gab nie einen Plan B. Wir haben vor und nach der WM im gesamten Präsidium gesagt, dass niemand so geeignet ist, einen Umbruch zu gestalten, wie Jogi Löw“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bunds dem Sportbuzzer.

Grindel indes lobte nun erneut die Qualitäten von Löw beim Aufbau eines verjüngten Teams. „Beim Confed Cup 2017 haben wir erlebt, dass er auf eine sehr effektive und von hoher sozialer Kompetenz geprägte Art und Weise in kürzester Zeit ein Team aus jüngeren Spielern geformt hat, das ein überzeugendes Turnier gespielt hat. Diese Erfahrung war für uns die Grundlage zu sagen: Jogi kann das“, erklärte der 57-Jährige.

Mit Blick auf die Fußball-EM 2020 formulierte Grindel hohe Erwartungen. Zwar seien die Titelchancen auch von der Entwicklung anderer Top-Nationen abhängig. Aber Grindel betonte auch: „Wenn ein deutsches Team zu einem Turnier fährt, muss es immer der Anspruch sein, auch gewinnen zu wollen.“

Grindel nennt Details: Darum haben wir Löw-Vertrag vorzeitig verlängert

München - Die vorzeitige Vertragsverlängerung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Bundestrainer Joachim Löw bis 2022 ist von Verbandschef Reinhard Grindel teilweise in ein anderes Licht gerückt worden. Die Entscheidung sei im vergangenen Mai außer aus sportlichen Gründen nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des neuen Kontraktes für Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff bis 2024 gefällt worden, erläuterte Grindel im Gespräch mit dem Onlineportal Sport1 vor dem Nations-League-Duell der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend in München gegen Weltmeister Frankreich.

Grindel: Neuer Löw-Vertrag zur Vermeidung von Unruhe

Bierhoffs und Löws Verträge waren "früher immer parallel. Wir haben uns vor der WM gefragt, wie es wirke, wenn wir mit Bierhoff verlängern und mit Löw nicht", sagte Grindel und verwies zudem auf das damalige Vertrauen in Löws Kompetenz für einen demnach schon vor der WM-Pleite in Russland für notwendig erachteten Neuaufbau des DFB-Teams für die WM-Endrunde 2022 in Katar: "Um Diskussionen vor der WM zu vermeiden - wir verlängern langfristig mit Bierhoff und mit Löw nicht, was zweifelsohne zu Unruhe geführt hätte - und vor dem Hintergrund, dass alle Präsidiumskollegen und Oliver Bierhoff gesagt haben, dass sie Joachim Löw den notwendigen Umbruch zutrauen, haben wir uns zu dieser Vertragsverlängerung entschieden."

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Grindel: „Das Vertrauen in Jogi Löw ist ungebrochen“

Nach dem Vorrunden-K.o. des deutschen Teams bei der WM in Russland war die Vertragsverlängerung mit Löw vielfach als verfrüht kritisiert worden. Grindel machte nunmehr jedoch deutlich, dass durch das WM-Desaster keine andere Bewertung von Löws Trainer-Qualitäten eingetreten sei: "Das Vertrauen in Jogi Löw ist ungebrochen. Wir glauben, dass er die Zukunft gut gestalten kann. Deswegen würden wir uns sicherlich immer wieder so verhalten, wie wir es getan haben."

Der Coach habe nach der WM "die richtige Analyse vorgenommen und auch aufgezeigt, welche Konsequenzen zu ziehen sind", sagte Grindel weiter. Der DFB-Präsident unterstrich seine Zuversicht, dass Löw "auch jetzt mit den erfahrenen Spielern, die hoffentlich ein anderes Bild als in Russland abgeben, als auch mit den neuen, die in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren dazukommen müssen" eine Mannschaft formen werde.

Übrigens: Nach einem offenen Brief an DFB-Chef Reinhard Grindel zeigten die „Freunde der Nationalmannschaft“ Max Stillger die gelbe Karte – jetzt flog er komplett raus.

SID

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