Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Löw holt Kroos und Müller ins Aufgebot

+
Die beiden Aufsteiger Thomas Müller und Toni Kroos sind gegen Argentinien dabei.

Berlin - Mit Toni Kroos und Thomas Müller im Kader tritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Argentinien an. Dafür muss ein Torwart zu Hause bleiben, der eigentlich zur engeren Auswahl des WM-Kaders zählt.

Mit zwei ehrgeizigen Neulingen und einem ungewöhnlich großem Aufgebot heizt Joachim Löw vor dem Länderspiel- Hit gegen Argentinien die WM-Spannung an. Wie erwartet berief der Fußball-Bundestrainer die Aufsteiger Toni Kroos und Thomas Müller in den gleich 26-köpfigen Kader für die Partie gegen den zweimaligen Weltmeister am kommenden Mittwoch. Zugleich kündigte Löw schon jetzt eine Vielzahl von Gesprächen über die WM-Chancen seines Personals an. “Es ist einfach wichtig in einem WM-Jahr, dass wir uns so oft wie möglich sehen und uns mit jedem Einzelnen ausführlich über seine aktuelle Situation unterhalten können“, erklärte der DFB-Chefcoach am Freitag. Einige Unterhaltungen könnten dabei durchaus den Charakter von Krisen-Gesprächen bekommen: Denn Akteure wie Lukas Podolski (1. FC Köln), Miroslav Klose (FC Bayern) oder Thomas Hitzlsperger (Lazio Rom) kämpfen derzeit im Alltag mit größeren Problemen.

Während es für den Ex-Stuttgarter, der auch nach seinem Wechsel vom VfB nach Rom weiter in einer großen Formkrise steckt, sogar um das WM-Ticket geht, will Löw bei Podolski und Klose vor allem die verschütteten Potenzen wecken und beide aufrütteln. Der Bundestrainer sieht trotz der Torkrise beider zwar keinen Grund, “etwas infrage zu stellen“. Er braucht für das Titel-Unternehmen in Südafrika aber die alte Klasse seiner Top-Torjäger Klose (48 Tore in 93 Länderspielen) und Podolski (37/69). Hitzlsperger hat in Italien erst einmal gespielt, wurde da ausgewechselt und verschwand von der Bildfläche. “Die Verpflichtung von Thomas Hitzlsperger wird immer rätselhafter“, schrieb jüngst der “Corriere dello Sport“. Am Samstag hofft der kritisierte Mittelfeldakteur auf eine neue Chance gegen Florenz.

So sexy sind die Fans der WM-Teilnehmer

Der Frust von Hitzlsperger könnte zum Glück für die Shooting-Stars Kroos (Bayer) und Müller (Bayern) werden. “Beide haben sich in den vergangenen Monaten in der Bundesliga mit guten Leistungen in den Blickpunkt gespielt und deshalb eine Chance verdient“, meinte Löw. Gut möglich, dass zumindest einer von beiden schon gegen Argentinien zum Debüt kommt, wenn Bastian Schweinsteiger wie beim FC Bayern ins zentrale Mittelfeld wechseln und dort neben Kapitän Michael Ballack spielen würde. Löw blieb in seinen Ankündigungen jedoch erst einmal allgemein: “Nachdem sie schon beim Leistungstest Ende Januar in Stuttgart erstmals bei der Nationalmannschaft dabei waren, bietet sich für sie nun die nächste Möglichkeit, im Kreis der WM-Kandidaten auf sich aufmerksam zu machen.“

Wie schnell sich das Blatt aber auch wieder wenden kann, bekam Dennis Aogo (HSV) zu spüren. Das Hamburger Talent war noch vor einem Monat mit großen Hoffnungen beim Leistungstest dabei, hat für das Argentinien-Spiel aber keine Einladung erhalten und ist damit für die WM so gut wie weg. Der ursprünglich vorgesehene Bremer Torwart Tim Wiese (Muskelfaseranriss) musste aus gesundheitlichen Gründen ebenso passen wir die verletzten Heiko Westermann (Schalke), Simon Rolfes (Leverkusen) und Andreas Beck (Hoffenheim).

Auch Patrick Helmes plagen Adduktoren-Probleme, er kommt aber nach seinem Kreuzbandriss in Leverkusen ohnehin schwer voran. England- Legionär Robert Huth (Stoke City) scheint kein Thema mehr zu sein. Fraglich ist zudem noch der Einsatz des erkrankten Marcell Jansen. Hier soll am Wochenende eine Entscheidung fallen, ob der Hamburger im Duell gegen Argentinien dabei sein kann. Für Löw ist die Partie am Mittwoch in München (20.45 Uhr/ZDF) schon die letzte Test-Möglichkeit vor der Nominierung seines vorläufigen WM-Kaders Anfang Mai.

dpa

Der Kader für das Spiel gegen Argentinien:

Tor: René Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (Schalke 04)

Abwehr: Jerome Boateng (Hamburger SV), Arne Friedrich (Hertha BSC), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Serdar Tasci (VfB Stuttgart)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Christian Gentner (VfL Wolfsburg), Thomas Hitzlsperger (Lazio Rom), Aaron Hunt (Werder Bremen), Marcell Jansen (Hamburger SV), Sami Khedira (VfB Stuttgart), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Marko Marin (Werder Bremen), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (Werder Bremen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Christian Träsch (VfB Stuttgart), Piotr Trochowski (Hamburger SV)

Angriff: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez (Bayern München), Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), Miroslav Klose (Bayern München), Lukas Podolski (FC Köln)

Kommentare