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„Diesen Wahnsinn habe ich noch nie erlebt“

Mega-Vertrag für Grubauer: Warum der Rosenheimer NHL-Star nach Seattle wechselt

Philipp Grubauer
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Wechselt zu Liga-Neuling Seattle Kraken: Goalie Philipp Grubauer.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Der Wechsel von Colorado Avalanche zum neuen NHL-Club Seattle Kraken hat den deutschen Eishockey-Nationaltorwart und gebürtigen Rosenheimer Philipp Grubauer nach eigenen Worten selbst ein wenig überrascht. Bis zur letzten Minute sei an einer Lösung mit seinem bisherigen Club Colorado gearbeitet worden. Jetzt sprach der 29-Jährige über seine Beweggründe für einen Wechsel.

„Das hat nicht geklappt“, sagte Grubauer über die geplatzte Vertragsverlängerung mit Colorado, der dann als sogenannter Free Agent wechseln durfte und nach einer starken Saison überaus gefragt war. „Diesen Wahnsinn habe ich noch nie erlebt. Jeder hat angerufen, als das Fenster offen war, deswegen war es ein bisschen eine wilde Stunde und auf jeden Fall eine verrückte Erfahrung“, berichtete der 29 Jahre alte gebürtige Rosenheimer über den Wechsel, der am vergangenen Mittwoch über die Bühne ging.

35,4 Millionen Dollar in sechs Jahren

Der Rosenheimer hat bei dem neugegründeten Verein Seattle Kraken einen Sechsjahresvertrag erhalten, der mit insgesamt 35,4 Millionen Dollar dotiert ist - 5,9 Millionen pro Saison. „Der Wechsel war nicht nur für die Fans überraschend, er war es auch für mich“, erklärte Grubauer im Gespräch mit Eishockey NEWS. „Wir haben bis zur letzten Sekunde mit Colorado geredet und gehofft, dass wir auf denselben Nenner kommen. Leider wurde daraus aber nichts.“

„Am Ende des Tages ist es seine Entscheidung, und glaubt mir, wir hätten Grubi liebend gern zurück. Er war das Rückgrat unseres Teams“, sagte Colorados schwedischer Kapitän Gabriel Landeskog. Der ehemalige Bundestrainer Marco Sturm meint: „So ein Gehalt ist momentan Standard für einen Torwart wie Grubi – nur hat es Colorado nicht zahlen können, weil sie vorher schon Hammerverträge an Cale Makar und Gabriel Landeskog vergeben haben.“

Geld war nicht ausschlaggebend

Ausschlaggebend für den Wechsel sei für Grubauer allerdings vor allem die lange Vertragslaufzeit gewesen. Natürlich sei Geld in jedem Beruf wichtig, aber es habe eine „untergeordnete Rolle“ gespielt. „Ich werde im November 30. Besonders nach dieser Corona-Saison weiß man ja nie, was in der Liga passiert. Wenn man dann nur einen Zwei- oder Dreijahresvertrag hat und man ein schlechtes Jahr erwischt, kann es mit der NHL-Karriere vorbei sein. Daher war mir ein langer Vertrag wichtig“, so der nach Meinung der General Manager drittbeste Torwart der abgelaufenen NHL-Saison.

Grubauers NHL-Karriere begann in der Saison 2012/2013 bei den Washington Capitals, mit denen er 2018 als zweiter Torwart den Stanley Cup gewann. Danach stand Grubauer drei Jahre lang bei Ex-Meister Colorado im Tor und gehört inzwischen zu den Top-Keepern der NHL.

Seattle neu in der NHL

Seattle gehört ab der kommenden Saison als 32. Mannschaft zur nordamerikanischen Liga. Der Club durfte sich außer von den erst vor einigen Jahren gegründeten Vegas Golden Knights bei allen anderen Teams zuletzt jeweils einen Spieler aussuchen, verzichtete dabei zumeist aber auf teure Stars. Grubauer erinnerte im Gespräch daran, dass sich zuletzt die Vegas Golden Knights nach ihrer Aufnahme schnell in der NHL etabliert haben. „Das ist auch das Ziel“, betonte er mit Blick auf Seattle.

mz

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