Kapitän am Samstag im Tor

Nächster Schritt Richtung WM: So verblüfft Neuer seine Teamkollegen

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Manuel Heuer hinterlässt aktuell einen sehr guten Eindruck im DFB-Trainingslager.

Die WM rückt für Manuel Neuer immer näher. Seinen zweiten Belastungstest bestand der Kapitän am Mittwoch mit Bravour.

Eppan - Dem Elfmeter von Thomas Müller hechtete Manuel Neuer in höchster Streckung vergeblich hinterher, die Sportzone Rungg verließ er aber mit einem Lächeln. Zwei Wochen vor dem Turnierstart rückt eine WM-Teilnahme des Nationalmannschaftskapitäns immer näher. Ein weiterer geglückter Belastungstest in Eppan verzückte am Mittwoch auch seine Mitspieler.

"Er hatte zwei, drei super Reflexe und eine wahnsinnige Ausstrahlung. Er ist der beste Keeper, den es gibt. Er ist ganz wichtig für uns", schwärmte Niklas Süle nach dem 2:0-Testspielerfolg des Weltmeisters gegen die deutsche U20-Auswahl.

Um richtig gefordert zu werden, stand Neuer bei der U20 im Tor und hinterließ dabei nicht nur bei Süle mächtig Eindruck. "Er hat einiges aufs Tor bekommen und hat sehr gute Paraden dabei gehabt", berichtete Assistenztrainer Thomas Schneider. Lediglich bei Müllers Elfmeter und einem Treffer von Julian Draxler war der Torhüter des deutschen Meisters Bayern München in der Begegnung über 2x35 Minuten machtlos.

Neuer und die WM: Am Samstag entscheidet es sich

Seinem ultimativen Härtetest wird sich Neuer, der nach einem Mittelfußbruch vor acht Monaten das letzte Pflichtspiel bestritten hat, am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) in Klagenfurt gegen Österreich unterziehen. Sollte es dabei keine Probleme geben, wird der 32-Jährige als Nummer eins zur WM nach Russland (14. Juni bis 15. Juli) reisen.

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Neuers überraschend starke Verfassung verblüfft. Er habe schwer "aus der Röhre geguckt", wie der Keeper auch im Training schon wieder die Bälle von der Linie gekratzt habe, sagte Süle anerkennend. Neuers Körpersprache sei "der Wahnsinn, seine Spieleröffnung super". U20-Trainer Frank Kramer erklärte, dass er nicht erkennen könne, "wo die letzten acht Monate gewesen wären".

Während sich Neuer auf einem guten Weg befindet, gibt es vor der endgültigen Kadernominierung am Montag in der DFB-Auswahl aber auch einige Sorgenkinder. Jerome Boateng trainiert nach seiner Muskelverletzung im Adduktorenbereich zwar wieder mit dem Ball, ins Mannschaftstraining kann er aber frühestens "nächste Woche einsteigen", sagte Schneider.

Der Innenverteidiger fällt damit für das Spiel in Österreich definitiv aus. Mario Gomez ist zudem fraglich. Der Torjäger klagt über muskuläre Probleme und absolvierte am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein vor der imposanten Bergwelt Südtirols nur eine Laufeinheit. "Da warten wir noch ab", sagte Schneider mit Blick auf das Spiel am Samstag.

Schneider hat Bauschschmerzen vor Kaderbekanntgabe

Verzichten muss Bundestrainer Joachim Löw auch auf Toni Kroos, der nach dem Champions-League-Triumph mit Real Madrid erst am Samstag in der Fünf-Sterne-Herberge Weinegg erwartet wird.

Schneider warnte zudem vor zu hohen Erwartungen nach intensiven Trainingseinheiten. "Die Mannschaft wird vielleicht nicht hundertprozentig fit sein", sagte der Löw-Assistent: "Wir wollen aber so viele Spieler wie möglich einsetzen."

Spielpraxis benötigt Mesut Özil. Der Spielmacher fehlte zuletzt aufgrund von Rückenproblemen. "Er ist immer wieder in Behandlung, er ist aber voll belastbar. Wir sind zuversichtlich, dass wir es hinbekommen. Wir erwarten, dass er sich selbst fordert, um Substanz aufzubauen", sagte Schneider, der mit etwas Bauchschmerzen auf die Meldung des endgültigen Aufgebots beim Weltverband FIFA blickt: "Ich habe ein bisschen Angst vor dem Sonntagabend oder dem Montag, wenn wir es entscheiden müssen. Weil sich die Jungs hier super präsentieren. Das wird kein schöner Tag für uns Trainer." Aber vielleicht für Manuel Neuer.

sid

Sein Comeback im Testspiel:

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