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Neuer Coaching-Stil?

Nagelsmann kündigt neue Herangehensweise an: „Werde etwas von meinem Weg abweichen“

  • Marius Epp
    VonMarius Epp
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Julian Nagelsmann ist ein Trainer mit klaren taktischen Vorstellungen. In der neuen Saison will er seinen Stil aber zum Teil verändern.

München – Dass Spieler sich an die Philosophie des Trainers anpassen, liegt in der Natur des Fußballs. Doch bei den ganz großen Klubs ist das keine Einbahnstraße – das erkannte Julian Nagelsmann in seinem ersten Jahr als Trainer des FC Bayern. An die Topspieler und den Klub muss auch er seinen Stil anpassen.

Und genau das will der Landsberger tun. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gibt er sich vor der zweiten Saison als Bayern-Trainer selbstkritisch. „Als Trainer bin ich heute da, wo ich bin, weil ich durch eine bestimmte Philosophie im Training Erfolg hatte“, erklärt Nagelsmann.

Nagelsmann will sein Coaching beim FC Bayern verändern

„Durch ein extremes Provozieren von taktischen Verhaltensweisen im Training, um sich an den nächsten Gegner anzupassen. Beim FC Bayern waren die Spieler das nicht so gewohnt“, führt er aus. In den ganz großen Klubs passe man sich eher nicht so sehr an den Gegner an.

Julian Nagelsmann will ein anpassungsfähiger Trainer sein.

In diesem Punkt will der 35-Jährige seine Herangehensweise ändern. Der Gegnervorbereitung soll in der kommenden Saison nicht mehr so viel Beachtung geschenkt werden. „Für mich war das nie ein Zeichen der Schwäche, trotzdem werde ich in der neuen Saison etwas von meinem Weg abweichen. Wir werden die Gegnervorbereitung verkürzen“, kündigt er an.

FC Bayern: Nagelsmanns neues Motto: „Mehr Fokus auf uns, weniger auf den Gegner“

Im Urlaub hat Nagelsmann mit mehreren Spielern telefoniert und ihnen mitgeteilt, was er anpassen will: „Mehr Fokus auf uns, weniger auf den Gegner“. Ein Titel pro Saison ist auf Dauer zu wenig, das weiß auch Nagelsmann. Das Champions-League-Aus gegen den FC Villarreal sitzt immer noch tief, wie eine aktuelle Aussage von Führungsspieler Joshua Kimmich (der Bayern-Star hier im tz-Interview) bei DAZN zeigt.

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

„Ich habe mich sehr schwergetan, damit umzugehen. Ich habe das immer noch im Hinterkopf.“ Folgt auf die Transfer-Offensive also die Taktik-Offensive? „An meiner Grundidee – Tempofußball aus dem eigenen Ballbesitz heraus – ändert sich nichts“, versichert der Trainer. Aber: „Im Fußball sollten die Spieler immer über der Idee des Trainers stehen.“

Nagelsmann sprach bei der FAZ erstmals über seine Beziehung zu Lena Wurzenberger. (epp)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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