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Club in Abstiegsnot: Auch die Wirtschaft zittert mit

Am Samstag beim Saisonfinale gegen den 1. FC Köln ist für den Club jedes Szenario denkbar: Abstieg, Relegation oder die Rettung.

Nürnberg - Beim 1. FC Nürnberg geht es am Wochenende um alles. Der Verbleib in der Ersten Liga ist für die Fans und die Region entscheidend. Doch auch die Wirtschaft zittert mit.

Nein, über mangelnden Zuspruch der Bevölkerung kann sich der “Club“ wahrlich nicht beschweren. In der Woche vor dem entscheidenden Spiel um den Verbleib in der Fußball- Bundesliga sind Rot und Schwarz die angesagtesten Farben in der Stadt. Viele Fans tragen in den Tagen vor dem Saisonfinale in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit ihr “Club“-Trikot. Und sogar das Portal der evangelischen Egidienkirche zieren schwarze und rote Stoffbahnen. Weil der 1. FC Nürnberg am Dienstag sein 110- jähriges Bestehen gefeiert hatte, wurden am Hauptmarkt extra die Vereinsflaggen gehisst.

Aber ob es etwas nützt? Am Samstag beim Saisonfinale gegen den 1. FC Köln ist jedenfalls jedes Szenario denkbar: Abstieg, Relegation oder die Rettung. Besonders mit dem Verein zittert die mittelfränkische Wirtschaft. Denn: “Der FCN ist ein Imageträger“, sagt Roland Fleck (CSU), Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg.

Wirtschaft im Großraum Nürnberg-Fürth hat gelitten

Ob das Aus für AEG oder für Quelle - die Wirtschaft im Großraum Nürnberg-Fürth hat in den vergangenen Jahren gelitten. Umso wichtiger scheint der Erstliga-Fußball als Werbeträger für die Region. “Das ist unbezahlbare Werbung für Stadt und Standort“, sagt Fleck. Besonders Hotels, Gastronomie und der Einzelhandel müssten Einbußen hinnehmen, sollte es mit dem Klassenverbleib nicht klappen. “Jedes zweites Wochenende kommen 40 000 oder sogar 50 000 Menschen in die Stadt, sie bringen oft Familienangehörige und Freunde mit, die Einkaufen gehen“, schildert Fleck. Und natürlich: Auch gegessen und getrunken wird bei so einem Stadionbesuch.

In der 2. Liga ist das Zuschauerinteresse in der Regel gedämpft, es ginge dann nicht gegen Spitzenteams wie den FC Bayern München oder den FC Schalke 04, sondern zum Beispiel gegen den SC Paderborn oder den Nachbarschaftsrivalen SpVgg Greuther Fürth. Auch finden in der 2. Liga die Spiele in der Regel am Freitagabend, sonntags oder am Montagabend statt: unattraktive Zeiten für einen ausgedehnten Ausflug nach Nürnberg.

Auch Stadtkasse würde einen Abstieg zu spüren bekommen

Die Stadtkasse wird im Abstiegsfall die sportliche Pleite des 1. FC Nürnberg auch direkt zu spüren bekommen: Als Zweitligist wird der Verein nicht mehr so viel Geld an die Betreibergesellschaft des Stadions überweisen können. “Der Betrag würde um einen siebenstelligen Betrag sinken“, sagt Fleck. Genauere Zahlen will er nicht nennen, auch mögliche weitere Konsequenzen wolle man erst nach dem Saisonende bereden. Und nicht zuletzt deshalb verspricht er: “Wir halten am Samstag ganz fürchterlich die Daumen.“

Das gilt natürlich auch für die leidgeprüften Fans des FCN, die nach nur einer Saison in der 1. Liga nicht schon wieder den Abstieg ihres Vereins betrauern wollen. “Es nützt ja nichts: Am Samstag werden 50 000 Fans hinter der Mannschaft stehen“, beteuert Thomas Zirngibl, der Vorsitzende des Fanverbandes, in dem sich zahlreiche Fanclubs organisiert haben.

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