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Die besten Sprüche zur Gold-Kür bei Olympia in Tokio

Sportkommentator Sostmeier: Der Mann, der Jessica von Bredow-Werndl und Dalera zum Tanz bittet

Jessica von Bredow-Werndl
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Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl präsentiert ihre Goldmedaille.
  • Moritz Kircher
    VonMoritz Kircher
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Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl kann ihr Glück auch am Tag nach ihrem zweiten Gold bei Olympia nicht fassen. Reitsportfans feiern nicht nur die Reiterin aus Aubenhausen, sondern auch den Kommentator der Gold-Kür, Carsten Sostmeier. Er gab der Ausnahme-Darbietung den würdigen Rahmen.

Tokio/Aubenhausen - „Ich bin glücklich, müde und wahnsinnig dankbar, dass es so gekommen ist“, sagt Jessica von Bredow-Werndl am Tag nach ihrer zweiten Goldmedaille bei Olympia in Tokio. Bereits zur Mittagszeit am 29. Juli flog von Bredow-Werndl heim nach Deutschland, während Isabell Werths Rückflug mit den Pferden für Samstag geplant ist.

Nie ein Konkurrenz-Gefühl zu Isabell Werth

Nach dem Sieg am Mittwoch mussten die Siegerin und Werth, die Silber gewann, eine kalte Dusche über sich ergehen lassen. „Wir wurden hinterhältig am Stall überrascht und mit Wassereimern und -schläuchen nass gespritzt, wie es sich gehört, wenn man Meister wird. Das ist bei uns Brauch“, berichtete von Bredow-Werndl. „Dann wurde angestoßen und mit den Pferden gefeiert.“

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Olympia-Siegerin Jessica von Bredow-Werndl mit ihrer Einzel-Goldmedaille.

Mit großem Respekt äußerten sich die beiden Medaillengewinnerinnen noch einmal zum Lehrerin-Schülerin-Verhältnis. Von Bredow-Werndl war nach großen Erfolgen im Junioren-Alter und Problemen beim Übergang zu den Senioren - gemeinsam mit Bruder Benjamin Werndl - fünf Jahre von Werth trainiert worden. Zuvor hatte die Reiterin insgesamt sechs Goldmedaillen bei Nachwuchs-Europameisterschaften gewonnen.

Lesen Sie auch: Schon mit vier von Olympia geträumt: Das Gold-Geheimnis der Jessica von Bredow-Werndl

„Das Gefühl, jetzt habe ich ihr es gezeigt, hatte ich nicht eine Sekunde“, sagte von Bredow-Werndl. „Es war total Ego getrieben, habe mich nur auf mich konzentriert.“ Sie freue sich auch nicht, nun besser als Werth gewesen zu sein, sondern sie freue sich „in die Liga von Isabell“ aufsteigen zu können. Die 52 Jahre alte siebenmalige Olympiasiegerin bezeichnete den Silbergewinn als „Riesenerfolg, unabhängig, ob es von Außenstehenden als Niederlage“ gewertet werde.

Carsten Sostmeier liefert Poesie zum Gold-Ritt von Bredow-Werndls

Er ist der Mister-Reitsport im deutschen Fernsehen: Sportkommentator Carsten Sostmeier. Wenn die Dressurreiter mit ihren Pferden ins Viereck kommen, gerät er regelmäßig ins Schwärmen. Und das ganz besonders bei der Gold-Dressur von Jessica von Bredow-Werndl. Wir haben seine Kommentare für Sie zusammengestellt.

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Zum Einstieg in die Gold-Dressur ahnte Sostmeier bereits, dass jetzt wohl ein ganz besonderer Olympia-Moment anstehen könnte und sagte: „Steigen wir hinein in ein hippologisches Musical.“ Dann gab er der Darbietung Jessica von Bredow-Werndls erst einmal mehrere Minuten Raum, nur um dann zu frohlocken: „Einfach leichtfüßig, harmonisch, elegant. Wissen Sie, dieser Ritt wirkt doch wie eine gegenseitige Liebeserklärung zwischen der Reiterin und ihrem Pferd.“

Phänomenal. Jessica von Bredow-Werndl und Dalera - das ist eine Einladung an die Sinne der Betrachter gewesen.

Reitsport-Kommentator Carsten Sostmeier

Hin und weg war er dann von der Perfektion, die er in dieser Dressur erkannte: „Hier ist hohe Aufmerksamkeit, gepaart mit dieser Nonchalance, dieser Lässigkeit. Aber nicht der Unterschätzung der Situation, der Ansprüche, die abverlangt werden. Es ist einfach… (haucht) perfekt.“ 

+++ Lesen Sie auch unser Interview mit Jessica von Bredow-Werndl vor dem Start der Olympischen Spiele. +++

Dass die Kampfrichter nicht umhin kommen würden, Jessica von Bredow-Werndl eine Traumnote von fast 92 Prozent zu geben, schien für Carsten Sostmeier unmittelbar nach dem Ritt schon festzustehen: „Phänomenal. Jessica von Bredow-Werndl und Dalera - das ist eine Einladung an die Sinne der Betrachter gewesen.“

Wie gerne würde ich doch einmal Dalera oder ihre Reiterin zum Tanz auffordern.

Carsten Sostmeier

Auch mit höchster persönlicher Verehrung sparte Sostmeier nicht: „Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging. Aber ich… (Pause) hab so das Gefühl gehabt, als ich den beiden zugeschaut habe: Wie gerne würde ich doch einmal Dalera oder ihre Reiterin zum Tanz auffordern.“ Und direkt nach der Dressur war ihm klar, dass die Sportwelt hier gerade Fantastisches erlebt hatte: „Das ist eine andere Welt. Eine andere Welt. Jessica von Bredow-Werndl und Dalera. Das ist eine Welt, aus der man nie erwachen möchte.“

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Es ist die Traumwelt, aus der auch Jessica von Bredow-Werndl am Tag nach ihrer zweiten Goldmedaille noch nicht richtig erwacht zu sein scheint, wenn sie sagt: „Ich bin aufgewacht, und es fühlte sich so unecht an.“

(Mit Material von dpa)

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