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Mayrhofer rockt

Trainersturz beim TSV 1860 Gerhard Mayrhofer hatte nach seiner Wahl zum neuen Ober-Löwen Mitte Juli kurz beschrieben, wie er sich den TSV 1860 in Zukunft vorstellt: Mehr Rock’n Roll wünsche er sich, und ein Ende des kaum noch zu ertragenden Sechziger-Blues.

Dass der Klubpräsident damit nicht nur die Spielweise meinte, sondern auch seinen Führungsstil, hat er nun durchaus eindrucksvoll vorgeführt. Gerade sechs Wochen in Amt und Würden, machten Mayrhofer und seine Mitstreiter deutlich, dass in wichtigen Personalfragen nicht mehr gezaudert und gejammert, sondern gerockt wird. Der Trainer Alexander Schmidt wurde nach zwei erbärmlich schlechten Spielen kurzerhand gefeuert. Eine Maßnahme, die zwingend notwendig war und die Hoffnung nährt, dass beim TSV 1860 nun zumindest in der Führungsetage wirkungsvolle Tatkraft dominiert.

Nach drei Siegen in Serie reichten also nur zwei Niederlagen, um Schmidts berufliches Schicksal zu besiegeln. Für Außenstehende deutet das womöglich auf Aktionismus hin, aber ausschlaggebend war die Gesamtschau. Denn unter der Regie des Augsburgers hatte keinerlei spielerische Entwicklung stattgefunden. Im Gegenteil. Zuletzt präsentierten sich die Blauen zaghaft, mut- und einfallslos; ein Offensivspiel fand nicht statt, obwohl gerade dieser Mannschaftsteil namhaft bestückt ist. Das blamable 0:2 gegen Sandhausen erhärtete die Befürchtung, dass sich das große Ziel, der Aufstieg, auch im Jahr 10 der Zweitklassigkeit frühzeitig als Illusion erweisen könnte. Mayrhofer hatte angekündigt, man werde unter seiner Regentschaft im Falle sportlicher Defizite schnell handeln und nicht wieder ewig warten. Er hat Wort gehalten.

Doch damit ist es natürlich längst nicht getan. Gesucht wird nun ein Trainer, der in der Lage ist, die Lebensgeister einer zuletzt fast schon apathischen Mannschaft zu wecken. Hierbei bietet sich die große Chance, endlich an einem Strang zu ziehen. Vereinsführung und der Investor Ismaik befinden sich offenbar bereits im regen Austausch. Sollte daraus eine einvernehmliche Lösung entstehen, für die sich auch die Fans begeistern können, wäre das auch dem Binnenklima enorm förderlich. Einigkeit und internen Frieden – das hatte man nämlich schon lange nicht mehr beim TSV 1860.

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