Leiser EHC-Ausklang

Eishockey 2:6 – Münchner patzen im letzten Spiel des Jahres

München – Feldspieler, die den Kopf einziehen und vom Eis schleichen, ein Torwart, der verlegen mit der Kelle die Schneehäufchen vor seinem Kasten wegräumt – das sind die Bilder, die eine geschlagene Mannschaft im Eishockey vermittelt. Zu sehen am Dienstagabend in der Münchner Olympiaeishalle. Der EHC verlor sein letztes Punktspiel des Kalenderjahres gegen die Krefeld Pinguine 2:6 (1:2, 1:2, 0:2). Leiser Ausklang des Monats Dezember, der in der Gesamtbilanz gut gewesen war mit acht Siegen und drei Niederlagen. Aber: Zwei der drei Abfuhren ereigneten sich seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag, beide zuhause. Eine Trendwende?

Die Fehlerquote der Münchner (Danny Bois, Toni Ritter, Ryan Duncan) in der Defensive war letztlich zu hoch, um Könner wie die Krefelder Adam Courchaine, Kevin Clark, Mitja Robar oder den laufstarken Andi Driendl davon abzuhalten, ihre Klasse abzurufen. Und EHC-Tormann Treutle, der abermals den kranken Jochen Reimer ersetzte, hatte diesmal eben keinen Sahnetag.

Die Münchner liefen von Anfang an hinterher, lediglich Ryan Duncan (in der 20. Minute zum 1:2) und Andy Wozniewski (2:3, 29. Minute) ließen den EHC-Anhang hoffen. Den Rest gab den Münchnern dann der brillante Adam Courchaine mit dem 5:2, das er aus einer Pirouette heraus erzielte. Für Eishockey-Nostalgiker: Es war ein Gerd-Truntschka-Gedächtnistreffer.

Eine an diesem Abend zu hohe Kunst für einen biederen EHC. Günter Klein

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