Junge Hüpfer und alte Hasen

Die deutsche Leichtathletik-Mannschaft ist schon auf Olympia 2016 ausgerichtet Frankfurt – Mit einigen Titelanwärtern wie Robert Harting und zahlreichen Talenten wie seinem jüngeren Bruder Christoph fliegen die deutschen Leichtathleten in der kommenden Woche zur WM.

Zum Meldeschluss am Dienstag berief der Leistungssport-Ausschuss des Verbandes insgesamt 67 Athleten (siehe unten) in das stark verjüngte deutsche Aufgebot für die Weltmeisterschaften vom 10. bis 18. August in Moskau. „Wir sind überzeugt davon, dass auch diese junge Nationalmannschaft das Potenzial besitzt, sich mit einem guten Gesamtergebnis unter den großen Nationen der Welt zu behaupten“, sagte Cheftrainer Idriss Gonschinska.

Dass das endgültige Team deutlich größer ist als der vor zwei Wochen nominierte vorläufige Kader, hat zwei Gründe. Zum einen vertraut der DLV weiterhin namhaften Athleten wie Weitsprung-Europameister Sebastian Bayer oder Hammerwerfer Markus Esser, die zwar die A-Norm für die WM nicht erfüllt, ihre internationale Klasse in den vergangenen Jahren aber immer wieder unter Beweis gestellt haben. „Yeeees!!!“, twitterte Bayer nach der Bekanntgabe des Aufgebots. „Danke für das Vertrauen.“

Zum anderen treibt der DLV mit Blick auf die nächsten Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro die Verjüngung seiner Nationalmannschaft voran. Deshalb erhalten Talente wie die Weitsprung-Junioren-Europameisterin Malaika Mihambo oder der Diskuswerfer Christoph Harting bereits in Moskau ihre Bewährungschance.

„Das Ziel dieser jungen Athleten ist es, sich unter den Bedingungen einer internationalen Meisterschaft zu behaupten und ihr individuelles Leistungspotenzial weiterzuentwickeln“, meinte Gonschinska. Unter dem Strich habe der Verband „mit perspektivischem Weitblick und hohem Anspruch nominiert“, wie es Sportdirektor Thomas Kurschilgen formulierte. „Im ersten Jahr nach den Olympischen Spielen in London steht auf dem Weg nach Rio die Neuformierung der Nationalmannschaft im Fokus unserer Überlegungen.“

Die ersten deutschen Athleten werden in der kommenden Woche bereits am Mittwoch in Moskau eintreffen. Vorher werden am Freitag in Weinheim noch die letzten Plätze in den beiden Sprint-Staffeln vergeben.  dpa

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