Fußball in Portugal

Benfica-Teambus mit Steinen attackiert: Julian Weigl verletzt ins Krankenhaus

Benfica Lissabon - CD Tondela
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Julian Weigl (links) im Spiel seines Teams Benfica Lissabon gegen CD Tondela: Nach der Partie wurde der Mannschaftsbus von Benfica mit Steinen attackiert.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Was für ein Schreck zum Re-Start der portugiesischen Fußball-Meisterschaft für Julian Weigl: Der gebürtige Bad Aiblinger, der erst seit dem Winter bei Benfica Lissabon spielt, wurde bei einer Attacke auf den Mannschaftsbus verletzt und musste zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden.

Ostermünchen/Lissabon – Weigl hatte mit seinem Team im ersten Spiel nach der corona-bedingten Wettkampfpause den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Gegen Außenseiter CD Tondela kam Benfica nicht über ein 0:0 hinaus. Der gebürtige Bad Aiblinger, der beim SV Ostermünchen seine ersten fußballerischen Schritte machte, stand in der Startformation und wurde in der 59. Minute ausgewechselt.

Weigl bekommt Glassplitter ins Gesicht

Nach dem Spiel war die Mannschaft mit dem Teambus auf dem Weg in Richtung Trainingsgelände, als das Fahrzeug beim Verlassen der A2 an einer Überführung attackiert wurde. Steine flogen durch die Front- und einer Seitenscheibe, Weigl und Mitspieler Andrija Zivkovic wurden dabei durch Glassplitter im Gesicht verletzt. Der 24-Jährige und sein serbischer Teamkollege wurden zur Untersuchung ins Hospital da Luz gebracht.

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Benfica und die portugiesische Liga verurteilten den Angriff auf den Teambus aufs Schärfste. In einer Stellungnahme bezeichnete die Liga die Tat als „feigen Akt“ und sprach von „Kriminellen, die nichts mit den Millionen Fans zu tun haben, die gerade jetzt beim Neustart leidenschaftlich mitfiebern“. Die Täter wurden bislang noch nicht identifiziert.

Weigl meldet sich zurück: "Wir hatten wirklich Glück"

Wenige Stunden nach dem Angriff meldete sich Julian Weigl via sozialer Medien und teilte mit: „Ich bin o.k., aber wir hatten wirklich Glück.“

Gerade die vergangenen Tage und Wochen hätten doch gezeigt, dass Zusammenhalt die bessere Lösung sei als mit Steinen aufeinander loszugehen, so Weigl auf seinem Instagram-Account.

Sein ehemaliger Club Borussia Dortmund schickte über die sozialen Medien auch beste Genesungswünsche an Weigl.

Vor etwas mehr als drei Jahren war Weigl im Dortmunder Teambus auf dem Weg zum Champions-League-Spiel gesessen, als dieser Ziel Bombenattentats wurde.

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