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Jetzt siegen sie sogar auswärts

1:0 in Nürnberg: Aufschwung des FC Augsburg hält an – Der Club schimpft auf Schiedsrichter Nürnberg – So zufrieden hatte man Markus Weinzierl schon lange nicht mehr gesehen.

Der FC Augsburg kann plötzlich auch in der Fremde gewinnen und hat jetzt schon mehr Siege als nach der gesamten Hinrunde im Vorjahr. Der erste Auswärtssieg nach fünfeinhalb Monaten in der Fußball-Bundesliga im Nachbarschaftsduell mit dem 1. FC Nürnberg nährt die Hoffnung, dass die Schwaben diese Saison ohne akute Abstiegssorgen überstehen könnten. Das verdiente 1:0 (0:0) war nach dem Erfolg gegen den VfB Stuttgart in der Vorwoche der zweite Sieg in Serie.

Zum Vergleich: In der vergangenen Hinrunde war Augsburg kein einziger Auswärtserfolg gelungen – und insgesamt nur ein Sieg bei mickrigen neun Zählern. „Mit sechs Punkten geht es sich gleich leichter in die Länderspielpause“, sagte ein sichtlich erleichterter Weinzierl, der seine Spieler für gute kämpferische Qualitäten, aber auch für „spielerische Akzente“ lobte.

Sein Team hatte gegen die oft diffus agierende Club-Mannschaft einen couragierten und selbstbewussten Auswärtsauftritt hingelegt, war allerdings erst in der 84. Minute mit einem Treffer belohnt worden. „So ein spätes Tor ist für die Nerven nicht angenehm“, gestand Weinzierl. „Man kriegt nicht in jedem Spiel so viele Möglichkeiten“, räumte auch Abwehrspieler Paul Verhaegh ein.

Der Coach hatte den Torschützen Kevin Vogt erst drei Minuten zuvor eingewechselt. Der Mittelfeldakteur selbst sprach von „einem definitiv wichtigen Tor“, bemühte sich aber ansonsten um Gelassenheit: „Wir werden jetzt nicht durchdrehen. Unterm Strich haben wir heute verdient gewonnen.“ Nach der Länderspielpause wartet ein Heimspiel gegen Freiburg.

Nachdem Stürmer Sascha Mölders gegen Stuttgart das leere Tor nicht getroffen hatte und es somit unrühmlicherweise in sämtliche Bundesliga-Rückblicke schaffen wird, blieb ihm auch gegen Nürnberg ein Torerfolg verwehrt. In der 73. Minute stand er vor 37 239 Zuschauern klar im Abseits, sechs Minuten später kratzte Club-Torhüter Raphael Schäfer den Ball noch von der Linie. Schäfer verhinderte mit etlichen Paraden eine noch höhere Niederlage für die Nürnberger und bilanzierte hinterher: „Jetzt haben wir aus vier Spielen zwei Punkte, das ist eindeutig zu wenig.“

Der Ärger von FCN-Trainer Michael Wiesinger entlud sich vor allem gegen das Schiedsrichter-Gespann, da Javier Pinola (76.) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Bei diesem Platzverweis habe Bibiana Steinhaus als vierte Offizielle aktiv ins Geschehen eingegriffen. Andere vierte Schiedsrichter dagegen seien oft viel zurückhaltender. „Hier muss eine einheitliche Linie her“, forderte Wiesinger und fügte an: „Wir haben jede Woche eine Entscheidung gegen uns.“

Auch Torhüter Schäfer klagrte: Das Schiedsrichter-Verhalten sei arrogant gewesen. „Der Herr Weiner hat keine Argumente, nur seine Brusttasche.“

Trotzdem: Es war eine dürftige FCN-Vorstellung gewesen – auch als Pinola noch auf dem Platz stand. Die Niederlage sei nicht unverdient gewesen, räumte Wiesinger deshalb ein. Neue Impulse erhofft er sich von Mittelfeldspieler Makoto Hasebe, der vom VfL Wolfsburg zum Club wechselt. Nach der Länderspielpause werde der Japaner zum Kader stoßen, sagte Wiesinger. „Das bedeutet nun eine Option mehr, das wird uns guttun.“  dpa

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