Ismaik: Mit 1860 in die „Hall of Fame“

Der Investor hat wieder große Ziele, lobt das neue Präsidium und deutet an, dass er finanzielle Hilfe leisten wird München – Die Zukunft des des TSV 1860 ist ungewiss: Der Schuldenberg wächst, der Sinkflug in der Tabelle hält an.

Präsident Gerhard Mayrhofer setzt in der Not alles auf eine Karte: Investor Hasan Ismaik soll die Löwen mal wieder retten. Doch ist er dazu bereit? Der reiche Araber hat monatelang geschwiegen. Jetzt, kurz vor dem Nachlizenzierungstermin der DFL, hat Ismaik der „tz“ ein Exklusiv-Interview gegeben. Seine Kernaussage: „Ich werde unseren Verein auf keinen Fall im Stich lassen.“ In drei, vier Wochen will er zudem nach München kommen.

Ismaik über . . .

 . . . die sportliche Lage:

„Das sieht natürlich nicht wirklich gut aus momentan, aber man darf auch nicht vergessen, dass sich der Verein gerade in einem dringend nötigen Umstrukturierungsprozess befindet. Das führt natürlich zu Unruhe und Unsicherheit.“

 . . . das neue Präsidium:

„Eine ganz deutliche Veränderung zu den vorherigen Präsidien ist für mich Mayrhofers Bereitschaft zur Partnerschaft und sein Sinn für Realität. Wir sind zum ersten Mal an einem Punkt, wo gegenseitiges Vertrauen und ein gemeinsamer Wille zum Erfolg gelebt wird.“

 . . . das geplantes Treffen:

„Wir werden uns zusammensetzen und die seit längerem anstehende Hauptversammlung durchführen, intensive Gespräche zur Besetzung der offenen Geschäftsführer-Position führen und natürlich auch über die finanzielle Situation bezüglich der DFL-Anforderungen sprechen.“

 . . . seine Bedingungen:

„Es gibt keine Bedingungen. Das neue Präsidium macht ausgezeichnete Arbeit, und wir werden an Schlüsselpositionen neue Manager installieren. Mein Wunsch nach partnerschaftlicher Zusammenarbeit wird zum ersten Mal erfüllt, und das stimmt mich sehr positiv und zuversichtlich für die Zukunft.“

 . . . das Sportchef-Casting:

„Ich glaube, wir brauchen Profis mit entsprechender Erfahrung an allen wesentlichen Stellen des Vereins. Ich überlasse es aber der Management-Erfahrung des neuen Präsidiums zu entscheiden, was für den Verein das Beste ist. Bei der Besetzung der Stellen entscheiden wir partnerschaftlich, und ich denke, das ist mehr als normal im Geschäftsleben.“

 . . . sportliche Ziele:

„Klar ist (...), dass wir in die erste Bundesliga müssen, um unseren Verein auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Es gibt hervorragende Beispiele in der ersten Bundesliga, wie lukrativ es für alle Beteiligten sein kann.“

 . . den Frust der Fans:

„Ich verstehe den Frust der Fans sehr gut (...). Wir gehen gerade durch einen schmerzvollen, aber notwendigen Prozess der Restrukturierung. Am Ende werden wir siegen und den TSV 1860 wieder dahin bringen, wo er hingehört: In die „Hall of Fame“ der ersten Bundesliga.“

 . . . Ausstiegsgedanken:

„Das sind Gerüchte von Menschen, die ein Interesse am Verkauf meiner Anteile haben. Ich bin Teil der Löwen-Familie und ich werde es auch bleiben.“ uli kellner

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