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Harting zelebriert seinen Heimsieg

Diskus-Weltmeister gewinnt beim Istaf mit stolzen 69,02 Metern Berlin – „Showman“ Robert Harting war in seinem Element: Der Diskus-Riese tänzelte durch den Ring, trommelte sich schreiend auf die Brust, verteilte Handküsse in Richtung des Publikums – und 53 000 Berliner im Olympiastadion juchzten und johlten.

Der souveräne Heimsieg des Weltmeisters beim ISTAF mit hochklassigen 69,02 m war der stimmungsvolle Höhepunkt eines Stadionfestes, das aus Sicht der weiteren deutschen WM-Helden recht ernüchternd verlief: Stab-Star Raphael Holzdeppe musste verletzt passen, Speerwurf-Queen Christina Obergföll war chancenlos, und auch Kugel-Weltmeister David Storl waren trotz seines Sieges die Strapazen einer langen Saison anzumerken.

„Die Stimmung hier in meinem Wohnzimmer war mal wieder super. Ich freue mich über einen ganz tollen Tag“, sagte Harting, der schon bei seiner Vorstellung frenetisch gefeiert wurde. 2009 hatte er bei der WM im Olympiastadion seinen ersten großen Titel geholt und quasi den Grundstein für seine Weltkarriere gelegt. Hinter Harting wurde Martin Wierig Zweiter. Dessen 66,73 m im vierten Versuch bedeuteten zunächst die Führung. „Damit hat Martin mich richtig wach gekitzelt. Denn hier wollte ich auf keinen Fall verlieren“, sagte der Olympiasieger, der prompt mit der Siegesweite konterte.

Ganz böse erwischte es derweil die deutschen Stabhochspringer. Zunächst verletzte sich Weltmeister Raphael Holzdeppe (München) bei Aufwärmsprints an der Wade und konnte nicht antreten. „Ich bin schon sehr enttäuscht“, sagte Holzdeppe: „Ich hatte mich sehr auf das ISTAF gefreut.“ Danach scheiterten der Olympiazweite Björn Otto (Köln) und der WM-Fünfte Malte Mohr (Wattenscheid) dreimal an ihrer Einstiegshöhe von 5,50 m.

David Storl erfüllte immerhin seine Pflicht und feierte den erwarteten Sieg mit soliden 20,91 m. „Mit meinem ersten Sieg und der Weite bin ich sehr zufrieden. Die Woche war anstrengend, ich spüre die Müdigkeit“, sagte Storl. Der frühere Europameister Ralf Bartels (Neubrandenburg) wurde bei seinem letzten Stadion-Wettkampf in einem durchschnittlich besetzten Feld mit 19,08 m Fünfter.

Für den dritten deutschen Sieg in Berlin sorgte Weitspringer Christian Reif (Rehlingen) mit 8,11 m, Sprinterin Verena Sailer (Mannheim) wurde in 11,32 Sekunden Zweite über 100 m und musste einsehen: „Nach der langen Saison geht nicht mehr so viel.“ Nichts zu bestellen hatte Weltmeisterin Christina Obergföll gegen ihre wie entfesselt werfenden russische Rivalin Maria Abakumowa. Obergföll musste sich im Olympiastadion als Dritte mit schwachen 63,30 m begnügen und hatte dabei fünf ungültige Versuche, Abakumowa siegte mit Jahres-Weltbestleistung von 70,53 m.

„Ich bin einfach glücklich, dass sie das in Moskau nicht gemacht hat und ich dort das bessere Ende für mich hatte“, sagte die 31-Jährige Obergföll: „Bei mir ist für diese Saison jetzt definitiv Schluss. Jetzt geht es für mich in den Endspurt in Richtung Hochzeit.“ Am 21. September geht es mit Coach Boris Henry vor den Traualtar.

Auf verlorenem Posten stand erwartungsgemäß auch Kugelstoß-Vizeweltmeisterin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) gegen Moskau-Siegerin Valerie Adams (Neuseeland). Adams gewann mit 20,58 m, Schwanitz wurde mit 19,43 m Zweite. „Wir sind platt, es geht nicht mehr“, sagte die 27-Jährige.  sid

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