Haching setzt ein erstes Signal

Anpfiff für neue Zeiten: Christian Ziege. Foto: Lackovic
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Anpfiff für neue Zeiten: Christian Ziege. Foto: Lackovic

Im ersten Spiel unter Christian Ziege trotzt die Spielvereinigung RB Leipzig ein 1:1 ab. Unterhaching – Mehr als 3000 Zuschauer kamen am Samstag in den Unterhachinger Sportpark.

Sie interessierte in erster Linie eine Frage: Was bewirkt der Trainerwechsel bei der Spielvereinigung? Immerhin konnte Christian Ziege, seit Donnerstag der Nachfolger von Manuel Baum, mit dem 1:1 gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig die Negativserie stoppen. Zwar gab es zum siebten Mal hintereinander keinen Sieg, wenigstens aber schon einmal viele Komplimente. „Die können sehr gut spielen und zeigen viel Engagement“, lobte Alexander Zorniger, der Coach der „Bullen“ aus Sachsen.

Ziege hatte die Hachinger Elf etwas umgekrempelt und Routinier Florian Heller als Ballverteiler ins Mittelfeld beordert. Den Ton gaben aber in der Anfangsphase die Leipziger an. „Wir brauchten eine gewisse Zeit, um ins Spiel zu finden“, befand er. So war es keine Überraschung, dass der Aufstiegsaspirant nach 23 Minuten durch Yussuf Poulsen die Führung erzielte. Aber die Hachinger zeigten sich nicht geschockt und hatten nur 200 Sekunden später eine Antwort parat. Mario Erb setzte mit einem Pass über 50 Meter Florian Bichler in Szene und der erzielte mit einem gekonnten Heber den Ausgleich. Für die Leipziger war es der erste Gegentreffer nach sechs Partien.

„Der Trainerwechsel hat neuen Schwung gebracht, und ich durfte endlich wieder von Beginn an spielen“, freute sich der Torschütze. Ziege gab das Lob an die Mannschaft zurück: „Wir sind nach dem Rückstand schnell zurückgekommen – ein Kompliment der ganzen Mannschaft.“

An der optischen Überlegenheit der ballsicheren Leipziger änderte sich nichts, aber Unterhaching stand kompakt in der Defensive und setzte Nadelstiche in der Offensive. Andreas Voglsammer und Janik Haberer hatten sogar beste Möglichkeiten, um für eine Sensation zu sorgen. So blieb es bei der Punkteteilung und der erhoffte Befreiungsschlag gelang nur zum Teil. Unter dem Strich präsentierte sich die Spielvereinigung selbstbewusster und stark verbessert in allen Mannschaftsteilen.

„Wir haben gegen einen Kontrahenten mit großer individueller Klasse einen Punkt geholt. So müssen wir weitermachen, dann können wir in der Liga bleiben“, sagte Ziege mit Blick auf das morgige Auswärtsspiel in Erfurt. Ein Stein fiel auch Manfred Schwabl vom Herzen: „Das war der erste Schritt in die richtige Richtung“, kommentierte Hachings Präsident den Trainerwechsel und den Spielverlauf. klaus kirschner

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