Ganz Kerpen bangt

In Schumis Heimatstadt herrscht Entsetzen Kerpen – Das Entsetzen ist groß in Schumis Heimatstadt Kerpen.

Am Tag nach dem schweren Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters in den französischen Alpen bangt die rheinische Stadt bei Köln um ihren prominentesten Bürger. Während in Frankreich Spezialisten um das Leben von Michael Schumacher ringen, versuchen seine Fans daheim, den Schock zu verarbeiten. Sie verfolgen jede Information aus Grenoble, beten, drücken feste die Daumen, schicken Genesungswünsche an die Familie ihres Idols, an die Stadt und an Fanclubs.

„Die Angst ist groß. Nach den Aussagen der Ärzte wird einem angst und bange“, sagte Bürgermeisterin Marlies Sieburg am Montagnachmittag. Der Vorsitzende des Michael-Schumacher-Fanclubs Kerpen, Michael Viehmann, hofft: „Er ist ein Kämpfertyp. Der schafft das. Er ist gut durchtrainiert und ehrgeizig, er wird das packen.“ Die ganze Nacht über baten ihn Fans um Infos. „Die Betroffenheit ist riesengroß. Manche schreiben, es könne kein Leben ohne Schumi geben“, sagt Viehmann. Einige französische Mitglieder harren derzeit vor der Klinik in Grenoble aus. Anfragen aus Nordamerika bis China sind beim Fanclub eingegangen.

Die Schumacher-Kartbahn in Kerpen blieb am Montag – wie üblich – geschlossen. Nur einzelne Fernsehübertragungswagen harrten aus. Auch in der Fußgängerzone waren Kamerateams zu sehen.

Kerpen ist stolz auf Schumi. Kauffrau Kim De Silva hofft auf positive Nachrichten – am besten noch vor Schumachers 45. Geburtstag am 3. Januar. „Er ist der ganz große Sympathieträger hier, auch bei Leuten, die keine Formel-1-Fans sind“, sagt sie. Obwohl Schumacher mit seiner Familie am Genfer See lebt, bleibe er Kerpener, heißt es in Kerpen. „Schumi ist ist einer von uns geblieben“, sagt Fan Thomas (35).  dpa/sid

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