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MIT 25 FANS ZUM AUSWÄRTSSPIEL

Mär vom Fußballdurst

Es waren dann doch nicht nur sieben Fans, die RB Leipzig zum Spiel nach Craiova begleitet haben.

Sieben hatten sich das Ticket offiziell über ihren Club besorgt. Doch im Stadion in Rumänien wurden 25 Rasenballsport-Supporter gezählt. Was heißt: 18 waren so angereist, ohne Mandat sozusagen, sie erwarben eine Eintrittskarte vor Ort. Doch ob nun sieben oder 25 – beides sind keine imposanten Zahlen für ein Qualifikationsspiel zur Europa League. In der Boomsportart Fußball! Dazu die speziellen Umstände: Vom Leipziger Spiel gab es keine richtigen Fernsehbilder, die einen Fan von der Reise nach Craiova hätten abhalten können, sondern nur einen kurzfristig vereinbarten On-Demand-Stream.

Der offensichtliche Mangel an Fankultur kommt als Argument natürlich all jenen recht, die schon immer an der Erzählung gezweifelt haben, dass Leipzig doch so sehr nach großem Profifußball dürste und es für die Region immens wichtig sei, dass der Geldgeber aus Österreich in Sachsen einen spitzenmäßigen Club ins Leben gerufen hat. Investor Didi Mateschitz hat ohnehin zuerst Einstiegsmöglichkeiten in München (1860), Hamburg (St. Pauli) und Düsseldorf (Fortuna) ausgelotet hatte. Die Leipziger zu beschenken, war nicht sein originärer Gedanke.

Fairerweise muss man sagen: Die Zuschauerzahlen bei Heimspielen in der Bundesliga sind in Leipzig in Ordnung. Und dass Europa League nicht sonderlich zieht, das ist auch an den meisten anderen deutschen Standorten so (ausgenommen letzte Saison Köln und diese Frankfurt, das alle Spiele ausverkauft meldet).

Außerhalb Leipzigs mag man RB Leipzig nach wie vor nicht. Und in der Stadt auch nur bedingt. Am Sonntag spielt RB im Pokal bei Viktoria Köln (Regionalliga), dessen Mäzen für einen Sieg über den Bundesligisten 180 000 Euro Prämie ausgesetzt hat. Man muss wissen: Franz-Josef Wernze, so heißt der Mann, ist auch Sponsor im Leipziger Fußball. Bei Lok. Dem chaotischen Leipziger Verein. Aber dem echten. Dem mehr als 25 folgen würden. Immer.

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