KEIN RISIKO FÜR OLYMPIA – VERZICHT AUF SCHALKE-START

Erneuter Infekt bremst Laura Dahlmeier

Russischer Sieg auf Schalke: Das Duo Jurlowa-Percht/Wolkow gewann gestern Abend. Foto: imago
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Russischer Sieg auf Schalke: Das Duo Jurlowa-Percht/Wolkow gewann gestern Abend. Foto: imago

Gelsenkirchen – Gerade noch hatte Laura Dahlmeier von der „einzigartigen Atmos-phäre“ beim Biathlon in der Schalker Fußballarena geschwärmt – dann musste sie ihre Teilnahme an der World Team Challenge kurzfristig absagen.

Schon zum zweiten Mal in dieser Saison wird die siebenmalige Weltmeisterin von einer Krankheit ausgebremst. Ihre großen Ziele im Olympia-Winter soll dies aber nicht einschränken.

„Sie hat einen Infekt, den sie schon seit der Woche nach dem Weltcup in Frankreich nicht so richtig los wird“, sagte Bundestrainer Gerald Hönig. Mit leichten Trainingseinheiten hatte die Sportlerin des Jahres versucht, sich über die Weihnachtstage fit zu halten. „Bis gestern früh war sie noch der Meinung, sie wird es probieren. Aber dann hat sie festgestellt, dass es keinen Sinn macht“, erklärte Hönig. Dahlmeier hatte bereits den Weltcup-Auftakt in Östersund/Schweden aufgrund einer Erkältung verpasst.

In Dahlmeiers Abwesenheit verpassten die deutschen Biathleten den Sieg in Schalke deutlich. Vor rund 44 000 Zuschauern kamen Erik Lesser (Frankenhain) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) beim Sieg der Russen Jekaterina Jurlowa-Percht und Alexej Wolkow als bestes deutsches Team mit 1:13,7 Minuten Rückstand nur auf Platz sechs.

Für Dahlmeier hat die langfristige Planung oberste Priorität, schließlich steht mit den Olympischen Spielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) das absolute Highlight des Winters noch aus. Um ihre Medaillenchancen in Asien nicht zu schmälern, geht die Fünffach-Weltmeisterin von Hochfilzen kein Risiko ein.

„Zum einen ist sie nicht konkurrenzfähig“, begründete Hönig die gestrige Absage: „Aber vor allen Dingen ist ja dann die Gefahr groß, dass sie das noch länger mit sich herumschleppt. Die Saison ist noch lang, und sie hat noch große Ziele vor sich.“

Zunächst stehen die Heimweltcups in Oberhof (4. bis 7. Januar) und Ruhpolding (10. bis 14. Januar) auf dem Programm. Hönig: „Das haben wir momentan fix geplant. Mal sehen, wie schnell sie gesund wird, auch vor dem Einsatz in Oberhof sollte sie wenigstens zwei, drei Tage Training mit hoher Qualität absolvieren.“  sid

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