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Dezenter Wiesn-Bummel zur Regeneration

FC Augsburg erfreut sich an seiner gereiften Mannschaft – Gladbach beklagt hohe Bälle Von Günter Klein

Augsburg – Sie kommt unweigerlich auf um diese Jahreszeit, die Frage. Bei Mannschaften, die in München gastieren – oder solchen, die nahe der bayerischen Landeshauptstadt beheimatet sind. Also steht auch der FC Augsburg vor der Entscheidung: Wiesn – oder Verzicht?

„Wenn wir gewonnen hätten, sicher, wenn wir verloren hätten, sicher nicht“, machte Trainer Markus Weinzierl seine Einstellung klar. Was aber beim Unentschieden? 2:2 hatte der FCA gegen Mönchengladbach gespielt. Da der Ausgleich mit „riesigem Aufwand“ im Schlussspurt (88. Minute) gegen ein Borussia-Team von „brutaler Qualität“ (alle Zitate von Weinzierl) bewerkstelligt wurde, fühlte sich das Remis wie ein Ereignis an, das man feiern muss. Tendenz also: Ja zum Oktoberfest. „Wichtig ist, dass man gut regeneriert nach einer Woche mit drei Spielen ins sechs Tagen. Wenn dazu ein Wiesn-Bummel beiträgt – gut“, meinte Augsburgs noch immer in München wohnhafter Manager Stefan Reuter. „Alles in Maßen“ empfahl er. „Es gibt auch alkoholfreies Bier.“ Der Wiesn-Besuch sollte „dezent“ vonstatten gehen.

Die Verantwortlichen sind recht gelöst in Augsburg, mit zehn Punkten aus sieben Partien stimmt die Bilanz. „Vor einem Jahr“, glaubt Trainer Weinzierl, „hätten wir solch ein Spiel durch einen Konter noch 1:3 verloren. Doch die Mannschaft ist gereift.“

Sie hatte auch noch zwei Premieren-Torschützen. Das 1:0 erzielte Andre Hahn, den man in der Winterpause vom Drittligisten Kickers Offenbach geholt hatte. „Er ist im Eiltempo zum Bundesliga-Spitzenspieler geworden“, lobt Weinzierl. Hahn erzählte: „Ich habe mein Trikot schon in der Halbzeit ausgezogen und in den Spind gelegt.“ Das 2:2 gelang dem Joker Arkadiusz Milik, Stürmer, Pole, hochveranlagt, ausgeliehen von Bayer Leverkusen, wo halt an Stefan Kießling kein Weg vorbeiführt im Moment.

Die Augsburger sind drauf und dran, sich im dritten Bundesligajahr zu etablieren und den Abstiegskampf zu umgehen. Sie spielen ihren Stil – auch wenn der nicht immer der hohen Schule der Fußballkunst entspricht. „Diese hohen langen Bälle“ monierte Gladbachs Trainer Lucien Favre und tat so, als hielte er ein Gewehr in Händen und zielte zum Himmel: „Soll man die abschießen?“

Womit man wieder beim Thema Wiesn wäre. Auf dem Oktoberfest gibt es auch Schießbuden.

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