Chef-Rüffel zum Geburtstag

Maranello – Die heile Ferrari-Welt bröckelt. In bislang ungekannter Manier hat der italienische Formel-1-Rennstall seinen Starpiloten Fernando Alonso öffentlich gemaßregelt.

Ausgerechnet an seinem 32. Geburtstag bekam der stolze Spanier von seinem obersten Boss am Telefon eine ordentliche Standpauke. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo erinnerte Alonso bei seinem Anruf unmissverständlich daran, dass „alle großen Champions, die für Ferrari gefahren sind, immer darum gebeten wurden, die Interessen des Teams über die eigenen zu stellen“.

Damit noch nicht genug. Die jüngsten Kommentare des Spaniers seien weder beim Präsidenten noch anderen Team-Vertretern gut angekommen, schrieb die Scuderia auf ihrer Homepage. „Dies ist der Moment, ruhig zu bleiben, Polemik zu vermeiden und Demut sowie Entschlossenheit zu zeigen, den eigenen Beitrag zu leisten, dem Team und den Leuten an und außerhalb der Strecke beizustehen“, betonte di Montezemolo. Alonso hatte am Sonntag nach seinem fünften Platz beim Großen Preis von Ungarn geklagt, dass sich Ferrari nicht wirklich verbessert habe und das Team nicht konkurrenzfähig sei. Auf die Frage, was er sich zum Geburtstag wünsche, hatte er gesagt: „Ein anderes Auto.“

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