Bierhoff schwankt: Bundesliga statt DFB?

Miami – Oliver Bierhoff könnte schon bald die nächste Personaldebatte beim Deutschen Fußball-Bund auslösen. Offenbar unabhängig von den Plänen des Bundestrainers Joachim Löw will der Manager der Nationalmannschaft noch vor der WM im kommenden Jahr in Brasilien festlegen, ob er seinen derzeitigen Job weiterführen möchte oder einen beruflichen Wechsel anstreben will.

„Ja, das wäre nur fair gegenüber dem Verband und meinem Team mit Joachim Löw, Hansi Flick, Andreas Köpke und dem Betreuerstab. Ich könnte auch ohne Vertragsverlängerung in die WM gehen. Aber der DFB muss planen, also wird es vorher eine Entscheidung geben“, sagte Bierhoff in einem Interview der Zeitung „Die Welt“. Die Verträge des Managers und des kompletten Trainerstabes um Chefcoach Löw mit dem DFB laufen nach der WM 2014 aus.

Offenbar möchte Bierhoff die Zukunftsentscheidung nicht mehr ausschließlich im Paket mit Löw und dessen Assistenztrainern treffen, sondern selbst seinen Weg festlegen. „Ich schätze Kontinuität und freue mich, wenn ich sehe, wie sich die Dinge bei der Nationalmannschaft in der Zeit meiner Tätigkeit entwickelt haben. Andererseits reizt mich immer auch das Neue, und es stellen sich die Fragen: Habe ich noch etwas zu geben? Brauche ich einen neuen Anreiz und muss mal wieder raus aus der Komfortzone des Gewohnten?“, sagte Bierhoff.

Wie schon vor Wochen kann der Manager diese Fragen noch nicht beantworten. „Da schwanke ich derzeit, das gebe ich offen zu. Beim DFB reizt mich das langfristige Arbeiten. Bei einem Bundesligisten hast du schnellere Entscheidungen, direkteres Feedback, Tagesaktualität. Es ist schnelllebiger und hat darum natürlich seine Reize“, erklärte der 45-Jährige.  dpa

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