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Berliner Träume

Kampf um eine Olympia-Bewerbung. Es hat etwas von großer Beharrlichkeit, wie sich manche Sportfunktionäre und Politiker hierzulande danach strecken, die fünf Olympischen Ringe endlich auch wieder über Deutschland strahlen zu sehen.

Und wenn sie dann Unterstützung erfahren, gar vom IOC-Präsidenten, sehen sie sich bestärkt. Dabei hat Thomas Bach nur gesagt, was er sagen muss, wenn er nach einer deutschen Bewerbung gefragt wird. Ja, er würde sich – auch bei der für ihn gebotenen Neutralität – natürlich darüber freuen.

Also lodert die Flamme Berlins für 2024 weiter. Ende August muss ein Fragenkatalog beantwortet sein, Anfang Dezember soll der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, ob er die Hauptstadt ins Rennen schickt (oder „Ersatzkandidat“ Hamburg).

Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister von Berlin, hat sich bereits entschieden. „Wir werden eine Bewerbung abgeben“, hat er gesagt, jedoch politisch klug hinzugefügt: „Wir müssen aber für Akzeptanz sorgen.“ Das versucht der Senat gerade mit einem Neun-Fragen-Katalog im Internet. Weil man aus der gescheiterten Münchner Bewerbung gelernt hat: Man muss die Menschen mitnehmen.

50 Millionen Euro, so Schätzungen, würde allein die Bewerbung kosten, die eigentlichen Spiele sollen dann für etwa zwei Milliarden zu haben sein – glaubt Frank Henkel. Vielleicht muss man den Berliner Innensenator da ein wenig korrigieren: Für die Sommerspiele 2012 in London etwa hatten sich die veranschlagten Kosten (rund drei Milliarden Euro) am Ende vervierfacht. Da hält man dann gerne dagegen, dass sich das IOC vom Gigantismus verabschieden müsse, dass Nachhaltigkeit und Bescheidenheit neue Kernbegriffe sein sollen.

Ob die Menschen in Berlin das tatsächlich glauben? Schwimm-Ikone Franziska van Almsick hat sich schon einmal positioniert: „Als Sportler begrüße ich das natürlich, als klar denkender Mensch muss ich mich allerdings auch fragen, ob wir uns so etwas finanziell leisten können.“

Auch wenn der Hinweis auf die Probleme beim Bau des neuen Berliner Flughafens jetzt etwas platt daherkommen, sei doch die Prognose gewagt: Das wird nichts mit Olympia in Berlin.