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„ERFOLGSFANS“ LEGEN ALTE BAYERN-HYMNEN NEU AUF

Das „Bayernlied“ im ganzen Stadion

München – Ja, sie haben Geduld gebraucht, die „Erfolgsfans“, und zwar eine ganze Menge.

„Um ehrlich zu sein, haben die meisten in unserem Umfeld schon gedacht, wir sind verrückt“, sagt Ruben Schulze-Fröhlich, wenn er sich an die letzten eineinhalb Jahre erinnert. Allerdings war das sowohl ihm als auch seinen beiden Mitstreitern Felix Knoche und Sebastian Rampf vollkommen egal. Die Leiter des Fanprojekts haben gebrannt für ihr Vorhaben, das sie beim Heimspiel des FC Bayern am heutigen Samstag präsentieren werden.

Schulze-Fröhlich spricht von einem „Kindheitstraum“ und dem „totalen Wahnsinn“, der sich in der Allianz Arena für ihn erfüllt. Der 34-Jährige, mit den „Erfolgsfans“ bekannt für Audio-Podcasts rund um den FC Bayern, hat aber auch hart dafür gearbeitet, am Samstag auf dem Rasen stehen zu dürfen. Schon vor über einem Jahr ist bei der Durchsicht der 25-Jahr-Chronik des FC Bayern die Idee entstanden, die ersten Hymnen des heutigen Rekordmeisters neuaufzulegen. Wie hat es geklungen, als die Bayern 1932 die erste Meisterschaft feiern? Was war der „Stern des Südens“ von damals? Diese Fragen haben die „Erfolgsfans“ angetrieben. Ab sofort sind das „Bayernlied“ (1907) und „Rot und Weiß“ (1905) für Jedermann auf der Homepage und auf Youtube zu hören und zu sehen.

Der Weg zum Endprodukt war lang. Allein 30 verschiedene Chöre haben Schulze-Fröhlich und Co. angefragt, ehe sich in Augsburg einer fand, der das ehrenamtliche Projekt unterstützen wollte. Die Noten der beiden Lieder, die auf Märschen basieren, wurden in mühevoller Kleinstarbeit neu aufgeschrieben (Schulze-Fröhlich: „Megaschwer“), vertont und letztlich in ein Musik-Video geschnitten. Die Idee des Projekts – an die Wurzeln des Klubs zu erinnern – wurde auch vom FC Bayern wohlwollend aufgenommen. Für Dreharbeiten durfte der Chor sogar in die Allianz Arena. „Einen halben Tag lang, unentgeltlich“, sagte Schulze-Fröhlich: „Das war einfach der Hammer.“

Die beiden Lieder sind auf dem Markt – „und ab jetzt sind die Fans an der Reihe“, sagt Schulze-Fröhlich. Die Wenigen, die vorab eine Hörprobe erhalten haben, seien „teilweise gerührt“ gewesen, dass ein weiterer Teil der Klubgeschichte wieder lebendig ist. Wie das Projekt weitergeht, hängt aber stark von der Resonanz der Masse ab.

Ist es möglich, dass bald die ganze Arena das „Bayernlied“ anstimmt? „Warum nicht“, sagt Schulze-Fröhlich und fügt lachend an: „Aber es dürfen sich auch gerne andere darum kümmern.“  hlr

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