Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Bayern-Bonus bei den Schiedsrichtern?

Rafinha gegen Schäfer, Schweinsteiger gegen Diego – die Wolfsburger haben da eine Theorie München – Es gibt genügend Monitore in der Allianz Arena, sogar im Bereich vor den Kabinen – also stellte sich Marcel Schäfer, Wolfsburger Mittelfeldspieler, interessiert hin, als „Sky“ gerade die Zusammenfassung des Bayern-VfL-Spiels brachte.

Er hatte noch Trikot und Shorts an, die Stutzen waren an den dreckverkrusteten Schienbeinen nach unten gerollt. „Ich brauche die Szene eigentlich gar nicht mehr anzuschauen“, sagte der Ex-Löwe Schäfer, „für mich ist sie nicht strittig. Es war ein klarer Elfmeter.“

Er hatte die größte Chance für Wolfsburg, von den Stadionrängen sah es so aus, als habe er sie überhastet und unpräzise vergeben. 60. Minute, als es noch 0:0 stand: Lange Flanke von Träsch, Wolfsburgs anderem früheren Sechziger, auf den langen Pfosten, und Schäfer köpft aus kurzer Distanz vorbei. Aber: „Wenn man in vollem Lauf zum Körper geht“, bewertet er die Störaktion seines Münchner Gegenspielers Rafinha, „reicht die geringste Berührung, dass er einen aus dem Gleichgewicht bringt. Ich komme zum Kopfball, aber nicht klar. Der Körper macht eine Bewegung, die so nicht vorgesehen war, und dann versetzt man so einen Kopfball.“ Rafinha habe „keine Chance mehr auf den Ball gehabt, er hat es auch zugegeben, dass er mich behindern wollte.“ Schäfer sagt: „Ich wäre mir sicher, dass der Schiedsrichter auf der anderen Seite gepfiffen hätte.“ Das geht ein wenig in Richtung Verschwörungstheorie: Bonus für den FC Bayern?

Da war noch eine andere Szene, weitaus früher im Spiel, in der 25. Minute. Zweikampf Schweinsteiger – Diego. Und der Münchner, der hinten steht, patscht dem Wolfsburg-Brasilianer mit beiden Händen in den Nacken. Diego bleibt einige Zeit liegen, er übertreibt, es war kein Anschlag auf Leib und Leben. Jedoch: Man hätte Schweinsteigers Aktion härter ahnden können, als dies Referee Bastian Dankert tat. „Wir haben in dieser Saison schon für weniger Rot bekommen“, meint VfL-Manager Klaus Allofs. „Um es mal so zu sagen: Da hat Schweinsteiger sehr viel Glück gehabt.“ Marcel Schäfer stellt sich die Situation umgekehrt vor: „Ich bin gespannt, wie der Schiedsrichter pfeifen würde, wenn Diego das gemacht hätte.“ Deutscher-Nationalspieler-Bonus für Schweinsteiger?

Diego, vom Publikum ausgepfiffen und mit „Arschloch“-Rufen bedacht, hätte fast die Nerven verloren, bei der nächsten Aktion stieg er Philipp Lahm in die Beine und sah die Gelbe Karte. Danach hatte er sich abreagiert und im Griff.

Was die War’s-Elfer-Szene betrifft, meint Allofs: „Marcel Schäfer ist eine ehrliche Haut. Er würde es sagen, wenn er einen halben Schritt zu spät gekommen wäre. Er wird unten getroffen und oben gezogen.“ Der Wolfsburger Manager weiter: „Aber das wussten wir, dass wir hier viel besser sein müssten, um auch diese Dinge für uns entschieden zu bekommen. Keine Überraschung.“ Bayern-Bonus? Ja. „Aber den haben sie sich auch erarbeitet. Es soll nicht heißen, dass wir jammern.“  gük

Kommentare