Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Zopf ab für den guten Zweck

Die kleine Amalia freute sich, dass sie mit ihrer Haarspende etwas Gutes tun konnte. Frisörin Renate Hess-Müller verpasste ihr eine neue Frisur. Heinz
+
Die kleine Amalia freute sich, dass sie mit ihrer Haarspende etwas Gutes tun konnte. Frisörin Renate Hess-Müller verpasste ihr eine neue Frisur. Heinz

Rosenheim/Grafing – Die Deutschen spenden gerne. Als die erst fünfjährige Amalia Arévalo aus Grafing von dieser Möglichkeit der Haarspende gehört hat, gab es für sie kein Halten mehr.

Ob Geld, Kleidung oder Gebrauchsgegenstände: Laut Statistik spendet jeder Dritte regelmäßig für soziale Zwecke. Was die wenigsten wissen: Man kann auch mit Haaren etwas Gutes tun.

Das kleine Mädchen wollte unbedingt etwas Gutes tun. Da das Kind lange Haare hatte, entschied sich Amalia zusammen mit ihren Eltern zu einer etwas ungewöhnlichen Spendenaktion.

Unter dem Namen „Rapunzel“ sammelt der Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten seit Jahren in ganz Deutschland Echthaar-Spenden und versteigert diese unter Echthaar verarbeitenden Unternehmen. „Der Erlös geht in voller Höhe an karitative Organisationen“, heißt es seitens des Verbandes. Die Haare werden als modische Komponente, aber auch für die krankheitsbedingte Verwendung von Zweithaar verwendet.

„Es gibt arme, kranke Kinder, die keine Haare haben“, so die kleine Amalia. Als sie von ihrer Mutter Klara gehört hatte, dass man Haare spenden kann, hat ihr das lange keine Ruhe gelassen. Sie ließ nicht locker, bis die Mama Kontakt mit dem Bundesverband aufnahm. Man vereinbarte einen Termin im Rosenheimer Haarcenter Hess, wo Inhaberin Renate Hess-Müller kurze Zeit später mit der Schere in der Hand auf die kleine Amalia wartete. Die Zweithaar-Spezialistin freute sich über deren Haare: „Sie sind perfekt für die weitere Verarbeitung, völlig naturbelassen und gesund. Die Farbe ist wunderschön, und auch die Länge passt“, meinte sie. Damit gespendete Haare weiter verwendet werden können, sollten sie chemisch unbehandelt sein und mindestens eine Länge von 20 Zentimetern besitzen.

Dann ging alles ganz schnell. Einige beherzte Schnitte mit der Schere, und der dicke, lange Haarzopf war ab. „Das war schon ein bisschen komisch“, fand Amalia. Aber die Augen der jungen Dame leuchteten gleich wieder, als sie die gewünschte modische Longbob-Frisur geschnitten bekam. Die hatte sie sich schon lange gewünscht, und praktisch ist die neue Haarpracht auch. „Das Haar verfilzt nicht so schnell und ist besser zu trocknen und zu kämmen“, lobte Amalia den Haarschnitt. Das Wissen, einem anderen Kind mit einem professionell gefertigten Haarersatz ein bisschen Lebensfreude schenken zu können, machte nicht nur das junge Mädchen stolz. Besonders über das große Engagement freute sich auch Mama Klara: „Es ist toll, dass sie immer wieder, monatelang, danach gefragt hat und einfach keine Ruhe ließ, bis es soweit war.“

Auch die Spendenaktion selbst fand Familie Arévalo gut. Auch auf diese Weise könne ein Kind etwas Gutes tun. So war es ein Haarschnitt, der mehrere Menschen glücklich gemacht hat.

Kommentare