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«Wir werden offensiver spielen»

- «Es ist definitiv eine verrückte Saison für mich, aber auch für die Starbulls», erklärte gestern Interims-Eishockeycoach Ryan Smith vor seinem Einstand als Chef-Trainer beim Eishockey-Oberligisten Rosenheim.

Anfang Oktober stand er noch in Belfast bei den Giants auf dem Eis. Dann folgte für den 34-jährigen Stürmer und Pub-likumsliebling die Rückkehr nach Rosenheim und knapp drei Monate später ist «Mister Ryan Smith», so wird er vor jedem Spiel vom Stadionsprecher vorgestellt, nach der Beurlaubung von Markus Berwanger (wir berichteten) Trainer bei den Starbulls.«Wir wollen Bad Tölz heute schlagen»

Vorerst nur vorübergehend und mit der Unterstützung von Co-Trainer Mitch Pohl, doch Smith könnte sich schon vorstellen, auch längerfristig ins Trainergeschäft einzusteigen. «Ich traue mir das zu, doch an erster Stelle will ich natürlich wieder spielen. Aber auch wenn ich wieder auf dem Eis stehe, gibt es Möglichkeiten, zusammen mit Pohl das Traineramt auszuüben», glaubt Smith.

Doch so weit will er noch gar nicht denken, obwohl er bereits nächste Woche nach seiner Innenbandverletzung am Knie wieder mit dem Eistraining beginnt. Für ihn ist das «Hier und Heute» wichtig, und dass es in seinem ersten Spiel als verantwortlicher Trainer heute, Freitag, 19.30 Uhr, gleich gegen Spitzenreiter Bad Tölz geht, kommt Smith ganz gelegen. «Besser gegen ein Spitzenteam, als gegen Passau oder Miesbach. Da wäre ein Sieg Pflicht, doch gegen Tölz wäre ein Erfolg eine große Überraschung», erklärte Smith, um sofort anzufügen: «Wir wollen Tölz in diesem Derby heute Abend schlagen».

Sehr selbstbewusst, doch ist das auch begründet und wie will Smith das schaffen? «Die Mannschaft hat in den drei gemeinsamen Trainingseinheiten ganz hervorragend gearbeitet. Das macht mich zuversichtlich», lobt Smith die Spieler. Natürlich will er auch etwas ändern. In der Kürze der Zeit kann das aber nicht viel sein, doch Smith will und wird auf alle Fälle offensiver spielen: «Das Ziel beim Eishockey muss es sein, Tore zu schießen. Das ist auch meine Philosophie. Ich habe keine Probleme damit, wenn ein Spieler einmal etwas Besonderes versucht, um ein Tor zu schießen.» Smith weiß natürlich auch, dass man nicht blind ins Verderben rennen kann. Gerade gegen Bad Tölz kann es schnell ins Auge gehen, wenn man zu sorglos nach vorne spielt und die Arbeit nach hinten nicht passt. «Für mich und für die Mannschaft ist es eine große Chance - ein Neuanfang. Wenn man auf dem 7. Platz von zehn Teams steht, muss man etwas ändern», erklärte Smith, der nie daran gedacht hatte, plötzlich in dieser verantwortungsvollen Position zu stehen. Wie ist es eigentlich dazu gekommen? «Während des Spiels gegen Peiting haben mich die Verantwortlichen gefragt, ob ich ihnen helfen kann. Weil ich ein hilfsbereiter Mensch bin, habe ich nicht lange gezögert», blickt Smith fünf Tage zurück.

Hoffnung auf die zweite Sturmreihe

In der Zusammenstellung der Sturmreihen kann Smith nicht viel ändern, da sind ihm durch seine Verletzung, durch den Abgang von Snowden und die Verletzung von Kofler die Hände gebunden. In der ersten Reihe spielt Andi Schneider als Mittelstürmer zusammen mit Mondi Hilger und Janne Kujala.

Die zweite Reihe bilden Stephan Stiebinger, Anton Bernard und Stephan Gottwald und in der dritten Formation spielen Simon Wenzel, Markus Schütz und Paul Weismann. Außerdem steht noch Robert Schopf zur Verfügung. «Ich habe mit ihm gesprochen, und er weiß, dass er reinkommt, wenn ein anderer nicht gut spielt.» Große Hoffnungen setzt Smith auf seine 2. Reihe. «Das sind alles gute Skater und sehr schnelle Spieler mit Übersicht. Das kann eine sehr wichtige Reihe für uns sein», schenkt Smith diesem Sturm sein vollstes Vertrauen, was allerdings bei seinem Vorgänger Markus Berwanger nicht anders war. Bernard, Stiebinger und Gottwald gehörten auch zu dessen «Lieblingsschülern», die auch im Überzahlspiel eingesetzt wurden.

Die drei Abwehr-Pärchen setzen sich folgendermaßen zusammen: Dalmao/Rohner, Metcalf/Gegenfurtner sowie Niko Senger/Blank. Im Tor steht Oliver Häusler. «Wer am Sonntag in Deggendorf zwischen den Pfosten steht, entscheiden wir nach dem Tölzer Spiel», erklärte Smith.

Für ihn bietet sich eine gute Möglichkeit, zu zeigen, was er kann - nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer. Und weil «Hockey crazy» ist (O-Ton Smith) und die Saison für ihn und die Starbulls bis jetzt schon einen verrückten Verlauf nahm, meinte Smith abschließend: «Lass uns die restlichen 16 Spiele bis zu den Play-offs spielen und dann schauen wir, was dabei rausgekommen ist.» Vielleicht in Spiel eins nach Berwanger ein verrückter Sieg gegen Bad Tölz. Ein Sieg auf den die Fans schon lange warten, den der Mannschaft allerdings nur die kühnsten Optimisten zutrauen. bz

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